So war der Tag : Neue Zuversicht

Die Hoffnung auf ein konsequentes Handeln der Politik in der Euro-Schuldenkrise hat zum Wochenauftakt für deutliche Kursgewinne am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax stieg um 3,02 Prozent auf 5847 Punkte. Für den M-Dax ging es am Montag um 2,7 Prozent auf 8678 Punkte nach oben, der Tec-Dax legte um 1,8 Prozent auf 672 Punkte zu.

Die Börsen profitierten vom Optimismus nach dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy am Wochenende, sagte Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets. Merkel hatte nach dem Treffen zugesichert, dass alles Nötige getan werde, um die Rekapitalisierung der Banken sicherzustellen. Auch Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank sprach von einer neuen Zuversicht mit Blick auf eine Lösung der Schuldenkrise: „Die Hoffnung ist groß, dass nun Nägel mit Köpfen gemacht werden.“ Auch das schnelle Handeln der Politik bei der Rettung des belgisch-französische Finanzkonzerns Dexia nähre die Hoffnung, dass nun Entschlossenheit Einzug halte.

Der europäische Bankenindex kletterte daraufhin um zwei Prozent. In Frankfurt verteuerten sich die Anteilsscheine von Commerzbank und Deutscher Bank um 3,8 beziehungsweise drei Prozent. Auf der Verliererseite standen indes die griechischen Banken. Der Index brach um 10,4 Prozent ein, nachdem die Regierung in Athen die ins Straucheln geratene Proton Bank faktisch verstaatlichte.

Für schlechte Laune im LKW-Sektor sorgte Scania. Der schwedische Lkw-Hersteller hatte am Morgen angekündigt, die Produktionsrate ab November zu senken, weil sich die Nachfrage in diversen Märkten verlangsamt habe. MAN und Daimler verloren in der Spitze 4,3 und 3,3 Prozent, retteten sich zum Handelsschluss aber mit dem Gesamtmarkt ins Plus. „Solche Nachrichten sind natürlich Wasser auf die Mühlen derer, die ohnehin schon eine Abkühlung der Wirtschaft fürchten“, sagte ein Händler. Scania-Papiere schlossen 0,9 Prozent schwächer.

VW-Anteile waren dagegen ebenso wie die des Rivalen BMW gefragt. Die VW-Konzerntochter Audi und BMW fuhren im September erneut einen Absatzrekord ein. Für den Rest des Jahres bleiben die bayerischen Autokonzerne ebenso wie der Stuttgarter Rivale Daimler optimistisch, neue Spitzenwerte bei den Verkaufszahlen zu erzielen. Die VW-Aktien stiegen um 4,7 Prozent, BMW-Papiere verteuerten sich um 4,1 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,83 (Freitag: 1,76) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,55 Prozent auf 128,95 Punkte. Der Bund Future verlor 0,64 Prozent auf 134,55 Punkte. Der Kurs des Euro stieg, zuletzt lag die Gemeinschaftswährung bei 1,3671 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,3593 (1,3434) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7357 (0,7444) Euro. Tsp

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