So war der Tag : Nichts los am Hexensabbat

Der Dax hat zum „Hexensabbat“ am Freitag nachgegeben. Die Marke von 5700 Punkten konnte er jedoch verteidigen und schloss mit einem Abschlag von 0,5 Prozent bei 5702 Punkten. Im Wochenverlauf büßte der deutsche Leitindex damit knapp fünf Prozent an Wert ein. Der Handel am Freitag verlief insgesamt nur leicht nervös. Größere Kursausschläge wegen des Verfalls von Futures und Optionen auf Aktien und Indizes an den internationalen Terminbörsen gab es kaum. Der Tec-Dax verlor 0,6 Prozent auf 663 Punkte, während der M-Dax 0,2 Prozent auf 8531 Punkte gewann.

Ob die kommende Woche eine Erholung bringt, ist laut Börsianern angesichts der Unsicherheiten wegen der Konjunktur- und Schuldenkrisen fraglich. Aus Sicht von Alexander Lukas, Analyst bei der Weberbank, ist die Jahresendrally jedenfalls abgesagt.

Börsenbrief-Autor Hans Bernecker sieht eine allmähliche Beruhigung der Märkte. Ein klares Indiz dafür sei der Verlauf der Schwankungsbreiten an den Aktienmärkten in der abgelaufenen Woche. „Diese Angstbarometer gingen zurück, obwohl die Aktienkurse unter Druck standen“, schrieb Bernecker. Dies sei untypisch, denn in der Regel gebe es größere Schwankungen bei sinkenden Notierungen.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien der Deutschen Bank im Blick, die mit minus 1,1 Prozent in das Wochenende gingen. Ein Bericht in der „Financial Times“ über den von der Bank anvisierten Verkaufspreis für Teile ihrer Vermögensverwaltung hatte am Markt überwiegend Enttäuschung ausgelöst. Der angestrebte Erlös von rund zwei Milliarden Euro wurde allgemein als gering eingeschätzt.

Zu den Gewinnern im Dax zählten die Papiere der Lufthansa, die um 1,4 Prozent kletterten. Händler verwiesen auf ein sehr gutes Geschäft der Frachttochter Lufthansa Cargo im zu Ende gehenden Jahr.

Nachrichtenlos gaben die Titel der Deutschen Börse als Schlusslicht im Dax um 2,8 Prozent nach. Die Anteilsscheine des Softwarekonzerns SAP verloren ebenfalls. Sie schlossen 2,6 Prozent im Minus.

Am europäischen Aktienmarkt fiel der Euro-Stoxx 50 um ein Prozent auf 2203 Punkte. Auch in Paris und London wurden Verluste verzeichnet. In den USA pendelte der Leitindex Dow Jones Industrial um seinen Vortagesschluss während die Nasdaq-Indizes jeweils rund 0,7 Prozent zulegten.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,54 (Donnerstag: 1,53) Prozent. Der Rentenindex Rex hielt sich unverändert bei 131,26 Punkten. Der Bund Future kletterte um 0,75 Prozent auf 138,66 Punkte. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3064 (Donnerstag: 1,3019) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7655 (0,7681) Euro. Tsp

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