So war der Tag : Nur kurz in der Gewinnzone

Der Dax hat am Mittwoch seine Verluste zunächst nach und nach eingedämmt. Kurzzeitig gelang dem Leitindex der Sprung in die Gewinnzone. Am Nachmittag wurde die Laune aber durch schlechte Nachrichten vom amerikanischen Immobilienmarkt stark getrübt – der Verkauf neuer Häuser sank auf ein Allzeittief. Zuletzt fiel der Dax daher um ein Prozent auf 6204 Punkte. Auch der M-Dax der mittelgroßen Werte drehte im Tagesverlauf ins Minus, er schloss 0,9 Prozent tiefer auf 8386 Punkten. Der Tec-Dax rutschte um ein Prozent auf 772 Punkte.

Mit der angekündigten Übernahme des Spezialchemiekonzerns Cognis für 3,1 Milliarden Euro lieferte BASF zwar eine der größten Geschichten am Markt, das größte Kursplus verzeichneten aber die Aktien der Lufthansa nach positiven Analystenkommentaren. BASF-Aktien verteuerten sich zuletzt um 0,2 Prozent auf 46,83 Euro. Die Cognis-Übernahme ist zwar keine wirkliche Überraschung, da Börsianer diesen Schritt bereits seit längerem erwartet hatten. Bislang aber kursierte ein Preis von 3,2 Milliarden Euro am Markt.

Lufthansa-Titel kletterten an der Dax-Spitze um 2,3 Prozent auf 12,03 Euro. Das Papier war eines der wenigen im Dax, das einen Kursgewinn verzeichnen konnte. Die Deutsche Post schaffte es ins obere Drittel der 30 Dax-Titel, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor’s das Unternehmen von einer Liste von Kandidaten für eine Herabstufung gestrichen hatte. Zur Begründung wurde die bessere Profitabilität des Konzerns genannt.

Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank gehörten mit Abschlägen zwischen 1,8 und 2,5 Prozent zu den großen Verlierern. Börsianer verwiesen auf die Schwäche der Bankentitel, die nach ihrem Anstieg seit Mitte Juni wieder zurückfielen. Zudem habe es negative Analystenkommentare gegeben. Anteilsscheine des Dax-Neulings Heidelberg-Cement fielen um 4,1 Prozent auf 42,90 Euro. „Anleger haben Angst vor einem eventuell anstehenden Bieterkampf um den indischen Zementhersteller Murli“, begründete ein Händler die Kursverluste.

Villeroy & Boch stürzten außerhalb der führenden Indizes um 24,1 Prozent ab. Sechs deutsche Sanitärunternehmen, darunter Villeroy & Boch, müssen wegen verbotener Preisabsprachen ein Millionenbußgeld zahlen. Villeroy & Boch soll einem Börsianer zufolge mit 71,5 Millionen Euro bestraft worden sein, was in etwa der gesamten aktuellen Marktkapitalisierung der Vorzüge entspreche.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,23 (Vortag: 2,25). Der Rentenindex Rex stieg um 0,22 Prozent auf 127,48 Punkte. Für den Bund Future ging es um 0,35 Prozent auf 127,85 Punkte nach oben. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2271 (Dienstag: 1,2258) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8149 (0,8158) Euro.

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