So war der Tag : Ohne Impuls

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag Verluste verbucht. Händlern zufolge fehlten dem Markt die nötigen Impulse, um nach der jüngsten Erholung weiter zu steigen. Der Dax verlor am Abend 1,0 Prozent auf 8222 Punkte. Für den M-Dax mittelgroßer Werte ging es um 0,9 Prozent auf 13 812 Punkte abwärts. Der Tec-Dax fiel um 0,7 Prozent auf 955 Punkte.

Nach einer schwachen Reaktion der Tokioter Börse auf die Sitzungsergebnisse der Bank von Japan habe Zurückhaltung am Aktienmarkt dominiert, sagte Marktstratege Ishaq Siddiqi von ETX Capital. Die japanische Zentralbank hielt zwar an ihrer lockeren Geldpolitik fest, Zusatzmaßnahmen wurden aber nicht verkündet. Im Fokus stand auch die Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts über den Euro-Rettungsschirm. Zudem drückten Siddiqi zufolge die zunehmenden Unruhen in der Türkei auf die Stimmung. Andere Händler nannten die jüngste Dollarschwäche und steigende Renditen als Belastung. Nach der Börsenrally zögen sich Investoren nun zurück.

Die Verluste zogen sich am Dienstag quer durch alle Branchen: Die Anteile am Versicherer Allianz verbilligten sich aufgrund der andauernden Flut in Deutschland um 2,4 Prozent, größter Verlierer im Autosektor waren Conti mit einem Abschlag von 2,8 Prozent. T-Aktien fielen um 0,8 Prozent. Der Übernahmekampf zwischen Softbank und Dish Networks um den US-Mobilfunker Sprint geht in eine neue Runde. Die Japaner haben ihr Angebot aufgestockt. Damit lässt die Spekulation auf ein Gebot für T-Mobile USA als „Plan B“ aber nach. Größter Gewinner im Dax waren Infineon-Titel nach einem positiven Analystenkommentar mit plus 3,4 Prozent. Eine Hiobsbotschaft gab es für Loewe-Aktionäre: Der fränkische Herstellers von Unterhaltungselektronik musste den Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals melden. Die Papiere brachen um mehr als 20 Prozent ein.

Am Rentenmarkt sprang die Umlaufrendite auf 1,33 (Montag: 1,24) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um deutliche 0,42 Prozent auf 133,47 Punkte. Der Bund Future verlor 0,05 Prozent auf 143,82 Punkte. Der Kurs des Euro gewann zum US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3273 (1,3209) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7534 (0,7571) Euro. Tsp

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