So war der Tag : Ohne Richtung

Vor dem mit Spannung erwarteten Sitzungsergebnis der US-Notenbank Fed hat der Dax am Mittwoch eine klare Richtung vermissen lassen. Mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent auf 8276 Punkte stand der Leitindex nur unwesentlich höher als am Vortag. Auch ein Rekordhoch beim Dow Jones sowie überwiegend gute Konjunkturdaten aus den USA gaben keinen nachhaltigen Auftrieb. Auf Monatssicht verbuchte der Dax allerdings einen kräftigen Aufschlag von annähernd vier Prozent. Der M-Dax gab am Mittwoch um 0,1 Prozent auf 14 352 Punkte nach, während der Tec-Dax um 0,1 Prozent auf 997 Punkte vorrückte.

Trotz oder wahrscheinlich gerade wegen der überraschend positiven US-Konjunkturdaten sei der Dax nicht so richtig auf die Beine gekommen, kommentierte Gregor Kuhn vom Broker IG. „Eine zunehmende Erholung der US-Konjunktur befeuert nämlich wieder die Sorge vor einem näher rückenden Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik seitens der Fed.“ Die Investoren hielten sich vor den Entscheidungen der US-Notenbank zurück, hieß es am Markt.

Die Aktien des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer zogen nach Zahlen um 3,6 Prozent an und kosteten zwischenzeitlich mit 88,35 Euro soviel wie nie zuvor. Dank positiver Marktreaktionen auf den Quartalsbericht von Siemens verteuerten sich die Titel des deutschen Industriekonzerns um zwei Prozent. Die Vorzüge von Volkswagen kletterten nach Zahlen um 1,4 Prozent nach oben.

Die am Vortag mit einem Minus von fast 24 Prozent bereits arg gebeutelten Aktien von K+S sackten nach zahlreichen negativen Analystenreaktionen am Dax-Ende mit minus 8,5 Prozent abermals kräftig ab. Damit ist der Börsenwert von K+S innerhalb von weniger als zwei Tagen um rund 1,5 Milliarden Euro gesunken.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,37 Prozent am Vortag auf 1,39 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,15 Prozentpunkte auf 133,63 Punkte. Der Bund Future verlor 0,04 Prozent auf 142,39 Punkte. Der Kurs des Euro stieg zuletzt wieder über den Referenzkurs, den die Europäische Zentralbank (EZB) am Nachmittag auf 1,3275 (Dienstag: 1,3284) Dollar festgesetzt hatte. Der Dollar kostete damit 0,7533 (0,7528) Euro. Tsp

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