So war der Tag : Optimisten geben den Ton an

Der Optimismus der Anleger hat den deutschen Aktienmarkt auch am Montag gestützt. Eine Mitteilung der Ratingagentur Standard & Poor's zur Bewertung griechischer Staatsanleihen aber hielt das Plus zum Wochenauftakt in Grenzen. So stieg der Dax bis kurz vor Handelsschluss um 0,3 Prozent auf 7444 Punkte. In der Vorwoche hatte er noch mit einem satten Aufschlag von 4,2 Prozent erstmals seit Mitte Mai wieder über der Marke von 7400 Punkten geschlossen. Der M-Dax lag am Montag mit 1,1 Prozent im Plus bei 11 108 Punkten. Der Tec-Dax legte um 1,7 Prozent zu auf 912 Punkte. Die Umsätze waren niedrig, weil die US-Börse wegen des Unabhängigkeitsfeiertages geschlossen blieb.

Standard & Poor's hatte vor einem teilweisen Kreditausfall bei den bisher diskutierten Möglichkeiten einer Beteiligung privater Gläubiger an der Griechenland-Hilfe gewarnt. Andererseits wirkten die starken US-Industriedaten vom Freitag noch positiv nach, sagte Marktanalyst Frank Geilfuß vom Berliner Bankhaus Löbbecke.

Für Schlagzeilen sorgte vor allem Volkswagen. Der Wolfsburger Autokonzern sicherte sich die Mehrheit an dem Lastwagenhersteller MAN. Damit rückt eine Lkw-Allianz aus MAN und der schwedischen VW-Tochter Scania unter Führung der Wolfsburger näher. Während die VW-Aktien auf die Anteilsaufstockung mit einem Plus von zwei Prozent reagierten, fielen die MAN-Papiere am Dax-Ende um 1,8 Prozent. Diese Verluste erklärte ein Börsianer damit, dass VW sein Ziel erreicht habe und vorerst keine weiteren MAN-Aktien kaufen müsse. MAN könnte nach der Übernahme durch Volkswagen aus dem Dax ausscheiden. Offen ist allerdings, wann es dazu kommen könnte. Die Zusammensetzung des wichtigsten deutschen Aktienindex wird vierteljährlich überprüft, das nächste Mal am 3. September. Die Deutsche Börse bestimmt die Mitglieder der prestigeträchtigen Liste der 30 wichtigsten Aktiengesellschaften in einem komplizierten Verfahren. Kriterien sind etwa die Menge der am Markt verfügbaren Aktien oder das Handelsvolumen des Papiers.

Die Anteilsscheine der Baumarktkette Praktiker sackten im M-Dax um 14,9 Prozent ab. Mit diesem neuerlichen zweistelligen Kursverlust wurden die Aktien weiter von der Gewinnwarnung vom vergangenen Freitag belastet. Die Baumarktkette leide unter dem schwierigen Geschäftsumfeld in Süd- und Osteuropa, schrieb Commerzbank-Analyst Jürgen Elfers in einer aktuellen Studie.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,81 (Freitag: 2,82) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 123,60 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,18 Prozent auf 125,64 Punkte vor. Der Euro legte ebenfalls zu. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf genau 1,4500 (1,4488) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6897 (0,6902) Euro. Tsp

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