So war der Tag : Pause von der Jahresendrallye

Die Jahresendrallye im Dax hat am Donnerstag eine Pause eingelegt, aber nicht geendet. Der Leitindex sank nach einem kurzen Ausflug ins Plus ab, schloss am Ende aber doch positiv mit 0,05 Prozent Gewinn bei 7672 Punkten. Bereits am Mittwoch war er auf den höchsten Stand seit fast fünf Jahren gestiegen. Der M-Dax sank um 0,14 Prozent auf 12 069 Punkte. Der Tec-Dax verbuchte einen Gewinn von 0,02 Prozent bei 839 Punkten.

„Die Stimmung trübt sich etwas ein, zumal die positive Bewegung im US-Haushaltsstreit zu stocken scheint“, sagte Marktstratege Chris Weston von Broker IG. Weniger als zwei Wochen vor Ablauf der Frist ist noch kein Durchbruch in Sicht. Der republikanische Verhandlungsführer John Boehner wies den jüngsten Vorschlag von Präsident Barack Obama zum Defizitabbau als unausgewogen zurück.

Die Titel von Thyssen Krupp sanken im Dax um 1,8 Prozent. Die Deutsche Bahn geht juristisch gegen ein Schienenkartell um den Stahlkonzern vor. Die Klage der Bahn richtet sich auch gegen den im M-Dax notierten Verkehrstechnikkonzern Vossloh. Dessen Papiere gaben um 1,34 Prozent nach.

Dagegen stiegen die Aktien der Deutschen Börse im Dax um 0,76 Prozent. Die Meldungen zur Fusion der Rohstoffbörse Intercontinental Exchange und des New Yorker Börsenbetreibers NYSE lieferten Gesprächsstoff auch im Hinblick auf weitere mögliche Übernahmen. Zunächst müssten sich die Frankfurter aber auf organisches Wachstum konzentrieren, sagte Analyst Stefan Bongardt von Independent Research. Die Titel der Deutschen Telekom sackten nach dem für Ende 2013 angekündigten Rücktritt von Vorstandschef Rene Obermann kurzzeitig ab, erholten sich aber schnell. Ein Händler sagte, die Personalie sei schwer zu bewerten: Bis zum Rücktritt dauere es noch ein Jahr und der Nachfolger sollte ohnehin auf einer Linie mit Obermann liegen.

Am Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,11 Prozent am Vortag auf 1,10 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 134,64 Punkte. Der Bund Future legte um 0,08 Prozent auf 144,22 Punkte zu. Der Kurs des Euro sank: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3246 (Mittwoch: 1,3302) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7549 (0,7518) Euro.

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