So war der Tag : Pendeln um 7000 Punkte

Der deutsche Leitindex Dax hat am Mittwoch um die Marke von 7000 Punkten gekämpft. Am Vortag hatte der Leitindex diese vor allem psychologisch bedeutsame Schwelle erstmals seit Juni 2008 wieder überwunden und dies mit einem weiteren Anstieg auf sein Zweieinhalbjahreshoch bei fast 7043 Punkten gefeiert. Am Mittwoch stand der Dax zum Handelsschluss 0,4 Prozent im Minus bei 6975 Punkten. Der M-Dax der wichtigsten Nebenwerte fiel um 0,3 Prozent auf 9890 Punkte, der Tec-Dax gewann 1,1 Prozent auf 820 Punkte. Er legt den sechsten Tag in Folge zu.

„Das Handelsgeschehen ist aktuell relativ ruhig – mit den uneinheitlichen Signalen aus der Eurozone beispielsweise um eine Europaanleihe kann das aber auch die Ruhe vor dem Sturm sein“, fasste Heino Ruland von Ruland Research zusammen. Gleichzeitig seien die Konjunktursignale aus Deutschland weiter gut und im Kielwasser dieser positiven Impulse kämpfe sich der Dax wieder über 7000 Punkte. Insgesamt seien die Kursbewegungen aber eher zufallsgetrieben. „So richtig verkaufen will auch niemand, da die meisten weiterhin für den Rest des Jahres mit steigenden Kursen rechnen“, sagte ein Händler. Viele sähen daher keinen Handlungsbedarf und hielten sich zurück. Andere nutzten die niedrigeren Kurse gleich wieder zum Einstieg, daher sei das Abwärtspotenzial begrenzt.

Von den 30-Dax-Unternehmen gab es keine fundamentalen Nachrichten. Favorisiert wurden die Versicherer mit der Allianz, deren Aktien 2,4 Prozent zulegten, und Munich-Re-Titel mit plus 1,1 Prozent. Nachzügler würden an diesem Tag gekauft, sagte Ruland, während Anleger bei den Favoriten des bisherigen Jahresverlaufs Gewinne mitnehmen. Am Index-Ende versammelten sich entsprechend die Autowerte. VW-Vorzüge büßten am Dax-Ende 5,5 Prozent ein. Dennoch steht die Vorzugsaktie noch mehr als doppelt so hoch wie zu Jahresbeginn. BMW-Titel, die seit Anfang des Jahres rund 100 Prozent im Plus stehen, büßten drei Prozent ein. Im Nutzfahrzeugbereich fielen MAN um 4,3 Prozent.

Im Fokus standen auch Immobilienwerte. Die Inhaberaktien von Deutsche Wohnen sind in den M-Dax aufgestiegen und haben die Postbank ersetzt, die wegen des zu geringen Streubesitzes nach der Übernahme durch die Deutsche Bank ausschied. Deutsche-Wohnen-Aktien standen mit minus 6,7 Prozent am M-Dax- Ende, was Händler mit Spekulationen um eine Übernahme der Berliner GSW Immobilien begründeten. Der Preis kann zwischen 700 und 800 Millionen Euro liegen.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,47 (Montag: 2,42) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,58 Prozent auf 124,86 Punkte. Der Bund Future verlor 0,58 Prozent auf 124,86 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,3200 (1,3363) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7576 (0,7483) Euro. Tsp

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