So war der Tag : Quartalszahlen stützen

Nach den teils heftigen Verlusten der vergangenen Tage hat sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch wieder etwas gefangen. Der Leitindex Dax profitierte dabei von mehrheitlich guten Unternehmenszahlen aus den USA. Er stand zum Handelsschluss 0,3 Prozent höher bei 6406 Punkten. Der M-Dax stieg um 0,2 Prozent auf 10 475 Punkte. Der Tec-Dax gewann ein Prozent auf 756 Punkte.

Stützend wirkte zudem die Diskussion um eine Banklizenz für den Euro-Rettungsfonds ESM. Das österreichische EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sagte, es gebe einige Gründe für diese Option. An den Finanzmärkten wurde dies offenbar als ein Hinweis für einen Positionswechsel der EZB interpretiert. Bisher hatte sie eine Banklizenz abgelehnt, da so eine Staatsfinanzierung ermöglicht würde. Eine Banklizenz würde die Feuerkraft des Fonds vervielfachen. Belastungsfaktoren wie die weiter schwelende Euro-Schuldenkrise, Sorgen über das chinesische Wirtschaftswachstum und das erneut rückläufige Ifo-Geschäftsklima traten in den Hintergrund.

In Deutschland stand die Berichtssaison weiter im Fokus. Die Aktien der Deutschen Bank waren mit zeitweise mehr als fünf Prozent Minus Schlusslicht im Leitindex. Zuletzt verlor das Papier noch 4,1 Prozent. Im zweiten Quartal verhagelten die europäische Schuldenkrise und der schwache Euro dem neuen Führungsduo Anshu Jain und Jürgen Fitschen die erste Zwischenbilanz. Christoph Bast, Analyst bei der DZ Bank, äußerte sich in einer Kurzstudie enttäuscht, dass das Nettoergebnis der Bank aufgrund von Währungseffekten unter den Erwartungen liege und nur vage Erklärungen geliefert worden seien. Die Commerzbank-Aktie notierte 0,4 Prozent fester. Der europäische Bankenindex rückte um ein Prozent vor.

Die Aktien des Hamburger Hafen- und Logistikkonzerns HHLA gingen auf Talfahrt. Der Konzern reduzierte angesichts der sich abzeichnenden Konjunkturabkühlung abermals sein Gewinnziel für 2012. Die Aktien stürzten im M-Dax um 8,2 Prozent ab.

Deutliche Kursgewinne von zwischenzeitlich mehr als fünf Prozent erfreuten die Daimler-Aktionäre. Am Abend notierte das Papier mit 4,1 Prozent im Plus. Zwar trübt sich das Geschäft des Fahrzeugbauers ein. Experten hatten damit allerdings schon gerechnet. Zudem hielten die Stuttgarter an der Prognose fest, das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft auf dem Niveau des Vorjahres halten zu wollen.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 1,04 Prozent. Der Rentenindex Rex lag ebenfalls unverändert bei 134,87 Prozent auf 134,87 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,46 Prozent auf 144,34 Punkte. Der Euro-Kurs legte hingegen zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2134 (Dienstag: 1,2089) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8241 (0,8272) Euro. Tsp

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