So war der Tag : Rettungschirm hebt den Dax

DMit einem Kursfeuerwerk haben die

europäischen Aktienmärkte am Montag den beispiellosen Rettungsschirm der EU für angeschlagene Länder der Eurozone gefeiert. Der Dax eroberte kurz vor Handelsschluss die Marke von 6000 Punkten zurück. Mit seinem Plus von 5,3 Prozent auf 6018 Punkte machte der deutsche Leitindex damit einen Großteil seiner kräftigen Verluste der Vorwoche wett und verzeichnete den deutlichsten Anstieg seit 13 Monaten. Am 2. April 2009 hatten starke US-Konjunkturdaten dem US-Leitindex Dow Jones zeitweise über die 8000-Punkte-Marke gehoben und europaweit kräftige Reaktionen ausgelöst. Der Dax war damals um etwas mehr als sechs Prozent in die Höhe geschossen.

Der M-Dax mittelgroßer Werte gewann am Montag knapp sieben Prozent auf 8169 Punkte und der Technologiewerte-Index Tec-Dax rückte um 4,5 Prozent auf 780 Punkte vor. Da vor allem Finanzwerte die Liste der Gewinner anführten, profitierten europaweit der Euro-Stoxx 50 und der CAC 40 besonders kräftig. Der Leitindex der Eurozone schloss mit einem Aufschlag von 10,4 Prozent und in Paris kletterte der CAC 40 um 9,7 Prozent.

In London legte zudem der FTSE 100 um 5,2 Prozent zu. Die wichtigsten US-Indizes profitierten ebenfalls kräftig mit jeweils etwas mehr als vier Prozent. In Madrid schoss der IBEX um 14,4 Prozent hoch – das war der bisher steilste Anstieg des spanischen Börsenbarometers. Gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds hatte die EU am Wochenende ein Euro-Rettungspaket von 750 Milliarden Euro geschnürt. „Ein eindeutigerer Schritt ist kaum vorstellbar. Es war die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit, die vielen Spekulanten den Wind aus den Segeln genommen und eine blutige Nase beschert hat“, sagte Fondsmanager Thilo Müller von MB Fund Advisory.

Am stärksten legten Aktien von Banken, Finanzdienstleistern und Versicherungen zu. Positiv aufgenommene Zahlen ließen die Aktien des Baukonzerns Bilfinger Berger und des Autozulieferers Elring Klinger um über zehn Prozent in die Höhe schießen.Die Anteilsscheine der Versorger RWE und Eon legten mit jeweils etwas mehr als zwei Prozent Plus nur unterdurchschnittlich zu. Sie litten unter dem Ausgang der Wahl in Nordrhein-Westfalen. Die Abwahl der schwarz-gelben Koalition und der Verlust der Regierungsmehrheit im Bundesrat führte laut Händlern zu Unsicherheiten bezüglich geplanter Laufzeitverlängerungen für Kernkraftwerke.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,54 (Freitag: 2,29) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,90 Prozent auf 125,86 Punkte. Der Bund Future fiel um 1,30 Prozent auf 125,32 Punkte. Der Kurs des Euro stieg kräftig: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2969 (1,2746) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7711 (0,7846) Euro. Tsp

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