So war der Tag : Ruhe vor den Zahlen

Der Dax hat zum Wochenstart knapp unter 8400 Punkten und damit kaum verändert geschlossen. Eine klare Richtung war auch im Handelsverlauf nicht zu erkennen. Anleger seien nach dem vierprozentigen Plus im Juli und dem knapp zweiprozentigen Gewinnen aus der Vorwoche zunehmend vorsichtiger geworden, hieß es.

Die im Laufe der Woche auf Hochtouren kommende Berichtssaison trage zudem zur allgemeinen Zurückhaltung bei. Mit minus 0,1 Prozent auf 8398 Punkte ging der deutsche Leitindex am Montag aus dem Tag. Der M–Dax zog dagegen um 0,3 Prozent auf 14 654 Punkte an. Der Tec–Dax stieg um 0,7 Prozent auf 1010 Punkte. Der Euro–Stoxx 50 schloss bei 2809 Punkten um 0,1 Prozent tiefer.

Die Umsätze im Dax seien dünn gewesen, sagte Marktanalyst Gregor Kuhn vom Broker IG. Stützend habe für den Leitindex gewirkt, dass die Einkaufsmanager-Indizes für Juli sowohl aus China als auch aus der Eurozone und den USA positiv ausgefallen seien. „Der Weg nach oben wurde aber unter anderem durch die politisch unsichere Perspektive in Italien versperrt“, fügte er hinzu. In Folge der Verurteilung des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi steht die Regierungskoalition der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone möglicherweise vor einem Aus.

Im Dax brachen K+S am Index-Ende um 7,5 Prozent ein. Gerät der Kalipreis wie befürchtet deutlich unter Druck, seien erhebliche Ergebniseinbußen bei K+S zu befürchten, hieß es. Zudem sei der Verbleib der Aktie im Dax zunehmend unsicher. Für die Anteilsscheine von RWE ging es um 2,4 Prozent abwärts. Analysten sind skeptisch mit Blick auf die anstehenden Quartalszahlen. Die schweizerische Großbank UBS etwa senkte das Kursziel und erwartet wenig Gutes vom Geschäftsbericht aus Essen. Die Eon-Aktien gaben aus dem gleichen Grund um etwas mehr als ein Prozent nach.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,42 Prozent am Freitag auf 1,36 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,28 Prozentpunkte auf 133,80 Punkte. Der Bund Future büßte 0,42 Prozent auf 142,22 Punkte ein. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3257 (Freitag: 1,3203) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7543 (0,7574) Euro. Tsp

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