So war der Tag : Ruhe vor der Wahl

Die Zurückhaltung der Anleger vor den US-Wahlen und hat den deutschen Aktienmarkt zum Wochenstart belastet. Börsianer verwiesen zudem auf den in China anstehenden Wechsel der politischen Führung. Am Montag schloss der Dax 0,5 Prozent tiefer bei 7326 Punkten und folgte damit der negativen Entwicklung an Asiens Aktienmärkten. Zuletzt hatte der Leitindex zwei Tage in Folge zugelegt und am Freitag mit einem Wochenplus von knapp zwei Prozent geschlossen. Der M-Dax der Nebenwerte verlor am Montag 0,5 Prozent auf 11 565 Punkte und der Tec-Dax fiel um 0,2 Prozent auf 806 Punkte. Der Euro fiel unter die Marke von 1,28 Dollar.

Die Titel der Deutschen Post büßten am Dax-Ende gut zwei Prozent ein, nachdem der niederländische Konkurrent PostNL mit seinen Geschäftszahlen enttäuscht hatte. Die Aktien hatten das Minus im Handelsverlauf noch etwas ausgebaut, nachdem das Bundeskartellamt mitgeteilt hatte, ein Verfahren gegen die Deutsche Post wegen Billigpreisen für Großkunden eingeleitet zu haben.

Für die Aktien der Deutschen Bank ging es um 1,4 Prozent bergab. Die Titel der Lufthansa profitierten nur anfangs von einer Prognoseanhebung des Konkurrenten Ryanair, büßten zuletzt aber 0,9 Prozent ein. Ein Börsianer sah Gespräche der Fluggesellschaft mit ihrem Partner Turkish Airlines über eine verstärkte Zusammenarbeit als Kursbelastung. Zudem droht ein Scheitern der Schlichtung im Tarifkonflikt mit den Flugbegleitern, wie aus Verhandlungskreisen zu hören war.

Unterdessen teilte Europas größter Autobauer Volkswagen am Abend mit, dass er sich mit einer Wandelanleihe bis zu 2,5 Milliarden Euro frisches Geld beschaffen will. Die Aktie verlor daraufhin nachbörslich. Die Titel des Telekom-Anbieters QSC sprangen um 9,3 Prozent hoch und damit an die Tec-Dax-Spitze.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,13 (Freitag: 1,16) Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,11 Prozent auf 134,36 Punkte nach. Der Bund-Future gewann 0,13 Prozent auf 142,14 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2777 (Freitag: 1,2850) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7827 (0,7782) Euro.Tsp

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