So war der Tag : Ruhiger Geburtstag

Gestützt von unerwartet positiven Daten zur Konjunktur in der Eurozone hat der Dax am Montag zum 25. Geburtstag freundlich geschlossen. Nach einem nervösen Vormittagshandel kehrte in der zweiten Sitzungshälfte mehr Ruhe ein. Letztlich gewann der deutsche Leitindex 0,3 Prozent auf 7984 Punkte. Zuvor waren mehrere Versuche, die als psychologischen Widerstand geltende 8000-Punkte-Marke nachhaltig zu überwinden, gescheitert. Am Freitag hatte das Aktienbarometer das erste Halbjahr mit einem Gewinn von viereinhalb Prozent beendet. Der M-Dax mittelgroßer Werte stieg am Montag um 0,7 Prozent auf 13 806 Punkte. Der Tec-Dax kletterte um 0,9 Prozent auf 955 Punkte nach oben.

Mehrere Marktexperten begründeten die leichte Aufwärtsbewegung in erster Linie mit den überraschend guten Wirtschaftsdaten aus Spanien und Italien. Zur Eröffnung hatten positive Vorgaben aus Asien gestützt. So war die Tokioter Börse nach frühen Verlusten deutlich höher aus dem Handel gegangen. Auch die Indizes in China schlossen trotz enttäuschender Wirtschaftsdaten im Plus. Am späten Nachmittag profitierte der Dax von freundlichen US-Konjunkturdaten.

Interessante Nachrichten gab es auf Unternehmensseite zu verarbeiten: Siemens-Aktien sprangen als Reaktion auf den NSN-Verkauf (siehe Seite 13) an der Dax-Spitze um mehr als zweieinhalb Prozent nach oben. Die Aktien von Thyssen-Krupp legten um 1,4 Prozent zu. Die „Rheinische Post“ hatte über einen möglichen Teilverkauf im Stahlgeschäft berichtet.

Commerzbank-Papiere rutschten um 3,7 Prozent ab. Händlern zufolge machen sich Anleger weiter Sorgen um die Schiffskredite der Bank, die weitere Abschreibungen auslösen könnten. Der Euro-Stoxx 50 als Leitindex der Eurozone schloss 0,8 Prozent höher bei 2623 Punkten.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,46 (Freitag: 1,38) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,23 Prozent auf 132,82 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,10 Prozent auf 141,56 Punkte. Der Euro zeigte sich nur wenig verändert bei zuletzt 1,3055 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3037 (1,3080) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7671 (0,7645) Euro. Tsp

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