So war der Tag : Runter, rauf, runter, rauf

Enttäuschende US- Wirtschaftsdaten haben dem Dax am Donnerstag etwas den Wind aus den Segeln genommen. Nachdem der Leitindex am frühen Nachmittag noch zugelegt und erstmals seit seiner Berechnung die Marke von 8400 Punkten überwunden hatte, ging er am Abend mit plus 0,1 Prozent bei 8370 Punkten kaum verändert aus dem Handel. Der M-Dax sank um 0,03 Prozent auf 14 051 Punkte, der Tec-Dax legte hingegen um 0,4 Prozent auf 970 Punkte zu.

Ein Zuwachs bei den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, schwache Daten vom Immobilienmarkt sowie das im Mai überraschend eingetrübte Geschäftsklima in der Region Philadelphia drückten etwas auf die Stimmung. „Die US-Daten haben zwar Einfluss auf den Dax, doch die Entwicklung des Leitindex ist sehr robust“, sagte Andreas Feiden, Leiter Privatkundengeschäft bei Fidelity Deutschland. Gesunde Unternehmen, eine hohe Liquidität und niedrige Zinsen sorgten für Rückenwind. „Und jeder kleine Rücksetzer wird sogleich für Zukäufe genutzt“, begründete er die Stabilität im Dax.

Die T-Aktie war Favorit im Dax mit plus 2,7 Prozent. Der Mobilfunkbetreiber Vodafone Deutschland will für Festnetz-Internet verstärkt die neue Hochgeschwindigkeits-Infrastruktur der Telekom nutzen. Die Genehmigung für die Vereinbarung zwischen Vodafone und Deutscher Telekom durch die Bonner Netzagentur steht aber noch aus. Im M-Dax litten dagegen die Anteilsscheine von Kabel Deutschland mit minus 3,1 Prozent unter dem geplanten Pakt im Breitband-Geschäft. Dadurch nehme die Angst vor steigendem Wettbewerbsdruck zu, hieß es am Markt. Dax-Schlusslicht waren die Commerzbank-Titel mit minus 3,7 Prozent. Börsianer rechnen bis zum Vollzug der geplanten Kapitalerhöhung weiter mit starken Kursschwankungen.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,11 Prozent am Mittwoch auf 1,12 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte. Der Rentenindex Rex sank um 0,05 Prozent 134,83 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,32 Prozent auf 145,26 Punkte vor. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2890 (Mittwoch: 1,2864) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7758 (0,7774) Euro. Tsp

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