So war der Tag : Rutschpartie

Die Sorgen über das chinesische Wachstum sowie die absehbare Straffung der USGeldpolitik haben nach den internationalen Börsen am Donnerstag auch den Dax bestimmt. Der Leitindex ging rund ein Prozent tiefer aus dem Handel bei 8299 Punkten. Damit hat er die Gewinne der ersten drei Handelstage der Woche zunächst wieder verspielt. Der M-Dax lag indes mit 0,3 Prozent bei 14 251 Punkten im Plus: Gute Zahlen bei einigen mittelgroßen Unternehmen stützten den Index. Der Tec-Dax sank um 1,2 Prozent auf 988 Punkte.

Aus dem Dax präsentierte Chemie-Schwergewicht BASF seine Zahlen und enttäuschte die Anleger. Die Papiere rutschten mehr als vier Prozent ab und fielen zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit April. Ein Händler sagte, die Aussagen des weltgrößten Chemiekonzerns fühlten sich an wie eine Gewinnwarnung. Der Elektrokonzern Siemens warnte wegen geringerer Markterwartungen, die für 2014 angestrebte Gewinnmarge von zwölf Prozent voraussichtlich nicht zu erreichen. Die Aktien rutschten um fast sechs Prozent ans Ende des Dax. Bereits im Mai hatte der Konzern beim Ausblick für den Gewinn im laufenden Jahr zurückrudern müssen.

Die Titel von Axel Springer sprangen zeitweise um mehr als zwanzig Prozent in die Höhe. Dieses Niveau hatten die Papiere zuletzt im Herbst 2007 erreicht. Der Medienkonzern will die Regionalzeitungen „Berliner Morgenpost“ und „Hamburger Abendblatt“ sowie die Programm- und Frauenzeitschriften an die Funke Mediengruppe verkaufen und dafür 920 Millionen Euro einstreichen. Analysten begrüßten dieses Vorhaben, das allerdings noch der kartellrechtlichen Freigabe bedarf.

Die Titel der Commerzbank, die wegen der Insolvenz der US-Stadt Detroit Probleme bekommt, gaben nach. Sie gingen 1,6 Prozent tiefer aus dem Handel.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,32 Prozent am Vortag auf 1,35 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,13 Prozentpunkte auf 134,04 Punkte. Der Bund Future verlor 0,09 Prozent auf 142,45 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3202 (Mittwoch: 1,3246) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7575 (0,7549) Euro. Tsp

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