So war der Tag : Schwach auf hohem Niveau

Der Dax hat am Freitag seine Verluste im Handelsverlauf wettgemacht. Laut Börsianern stützten positiv aufgenommene Geschäftsberichte des Halbleiter-Konzerns Intel und der US-Großbank JP Morgan Chase sowie die moderat freundlichen US-Börsen. Allerdings habe die erneut gestraffte chinesische Geldpolitik etwas gebremst. Zum Schluss stand der deutsche Leitindex minimale 0,01 Prozent im Plus bei 7076 Punkten und damit nur 12 Punkte unter seinem Dezember-Hoch. Auf Wochensicht legte er um 1,84 Prozent zu. Der M-Dax der mittelgroßen Werte verabschiedete sich mit einem Tagesgewinn von 0,1 Prozent bei 10 301 Punkten aus dem Handel. Lediglich der Tec-Dax verlor 0,1 Prozent auf 880 Punkte.

Die Anteilsscheine von Thyssen-Krupp büßten am Dax-Ende 3,2 Prozent ein. Sie litten darunter, dass Finanzvorstand Alan Hippe den Stahlkonzern Ende März auf eigenen Wunsch verlassen wird. Am Markt wurde über einen Wechsel zum Autokonzern Daimler spekuliert, was dieser jedoch prompt dementierte. Die Autoaktie gewann 1,8 Prozent.

Der Kali- und Salzhersteller K+S rechnet wegen einer Beschädigung der Schachtfördereinrichtung im Kaliwerk Sigmundshall mit Produktionseinbußen, was zu Kursverlusten von 1,8 Prozent führte.

Im M-Dax sorgten Übernahmegerüchte beim Kranbauer Demag Cranes für Kursgewinne von 1,6 Prozent. Dass der US-Konkurrent Terex 45 Euro je Demag-Aktie bieten könnte, klinge aber wie ein „typisches Freitags-Gerücht“ meinte ein Händler. Die Amerikaner waren schon vergangenes Jahr als Übernahmeinteressent gehandelt worden.

Eine erneute Rekordbilanz des weltgrößten Chipherstellers Intel gab Aktien aus dem Technologie-Sektor Auftrieb. Zudem überzeugte auch Intels Ausblick auf das erste Quartal die Marktteilnehmer. Das Papier des Halbleiterkonzerns Infineon stieg um 1,6 Prozent.

An der TecDax-Spitze rückten die Anteilsscheine des Schaltkreis- Herstellers Dialog Semiconductor um 2,5 Prozent. Dagegen ließ die überraschende Zahlenvorlage von Drägerwerk die Aktien um drei Prozent absacken. Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller hat 2010 dank hoher Nachfrage und eines Sparprogramms zwar deutlich mehr umgesetzt und verdient als vor einem Jahr. 2011 werde das Tempo beim Umsatzwachstum allerdings nicht anhalten und der operative Gewinn könnte sinken, warnte das Unternehmen.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,69 (Vortag: 2,64) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,35 Prozent auf 123,49 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,08 Prozent auf 124,74 Punkte. Der Kurs des Euro sank auf 1,3330 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3349 (Donnerstag: 1,3199) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7491 (0,7576) Euro gekostet. Tsp

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