zum Hauptinhalt

So war der Tag: Schwacher Abgang im August

Sorgen um eine Eskalation des Syrien-Konflikts und durchwachsene Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag belastet. Der Dax schloss 1,1 Prozent tiefer bei 8103 Punkten.

Sorgen um eine Eskalation des Syrien-Konflikts und durchwachsene Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag belastet. Der Dax schloss 1,1 Prozent tiefer bei 8103 Punkten. Auf Wochensicht büßte der deutsche Leitindex damit 3,7 Prozent ein, im August ging es um 2,1 Prozent nach unten. Der M-Dax fiel am Freitag um 0,4 Prozent auf 14 386 Punkte und der Tec-Dax büßte 0,6 Prozent auf 1020 Punkte ein. Der EuroStoxx 50 schloss 1,3 Prozent niedriger bei 2721 Punkten.

Wegen des verlängerten Börsen-Wochenendes in den USA hätten die Anleger angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Syrien-Konflikts Vorsicht walten lassen, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets. Von der Konjunkturseite kamen durchwachsene Nachrichten. So stieg die Wirtschaftsstimmung in der Euro-Zone auf ein Zweijahreshoch, die deutschen Einzelhandelsumsätze sind überraschend gesunken, und auch die Amerikaner hielten sich beim Einkaufen zurück, das Konsumwachstum fiel deutlich kleiner aus als prognostiziert.

Im Dax setzten Commerzbank-Titel ihre jüngste Erholung fort und kletterten ein halbes Prozent nach oben. Der frühere Chef der Dresdner Bank, Herbert Walter, hält die staatlich gestützte Bank für ein attraktives Übernahmeziel. Mit Blick auf die immer wieder aufflammenden Übernahmespekulationen komme dem Interview zwar keine große Bedeutung zu, sagte ein Händler. Allerdings stütze es den zuletzt positiven Trend der Papiere. Die Aktien des Chip-Herstellers Infineon sowie die Titel der Deutschen Bank profitierten von positiven Analystenkommentaren. Sie verteuerten sich um 0,4 Prozent beziehungsweise 0,7 Prozent.

Als Schlusslicht im deutschen Leitindex büßten die Papiere der Lufthansa fast zwei Prozent ein. Seit ihrem Hoch Anfang Juni haben die Papiere der Fluggesellschaft nun mehr als 20 Prozent verloren.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,55 Prozent am Vortag auf 1,52 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 132,71 Punkte. Der Bund Future aber verlor 0,04 Prozent auf 140,62 Punkte. Der Kurs des Euro sank auf 1,3196 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,3235 (Donnerstag: 1,3266) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7556 (0,7538) Euro. Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen

Zur Startseite

showPaywall:
false
isSubscriber:
false
isPaid:
showPaywallPiano:
false