So war der Tag : Schwacher Handel

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag angesichts Sorgen um ein baldiges Ende der lockeren US- Geldpolitik schwächer geschlossen. Hinzu kam die auslaufende Quartalsberichtssaison und ein dünnerer Handel wegen eines katholischen Feiertags in Teilen Deutschlands. Der Dax konnte am Abend einen Großteil der zwischenzeitlichen Verluste wettmachen, endete aber dennoch mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 8376 Punkten. Am Vortag hatte er auf dem höchsten Stand seit Ende Mai geschlossen. Der M-Dax fiel um 0,9 Prozent auf 14 717 Punkte, der Tec-Dax verlor 0,9 Prozent auf 1032 Punkte.

Die Ängste der Anleger, dass die US-Notenbank Fed ihre milliardenschweren Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft in Kürze reduziert, erhielt am Donnerstag neue Nahrung. So war die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stark auf den niedrigsten Stand seit knapp sechs Jahren gefallen. Die Stimmung in der Industrie bleibt robust, auch wenn die Industrieproduktion im Juli etwas niedriger als erwartet ausfiel. Die jährliche Inflationsrate für Juli war leicht auf 2,0 Prozent gestiegen.

Die eskalierende Lage in Ägypten trieb unterdessen die Ölpreise nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete am Donnerstag zwischenzeitlich 111,20 US-Dollar. Das waren 91 Cent mehr als am Vortag und so viel wie seit über viereinhalb Monaten nicht. Auch Tourismus-Aktien zeigten sich wegen der Unruhen schwach, Tui-Titel rutschten ans M-Dax-Ende.

Im Dax verloren RWE-Aktien im Nachgang der Bilanzzahlen vom Vortag 2,9 Prozent. Stahlwerte zählten zu den Verlierern. Klöckner & Co gaben im M-Dax um 3,4 Prozent nach, Salzgitter fielen um 3,3 Prozent. Nordex-Aktien reagierten im Tec-Dax mit einem Kurssprung von 17,2 Prozent auf einen erhöhten Ausblick.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,50 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 132,95 Punkte. Der Bund Future verlor 0,54 Prozent auf 140,09 Punkte. Der Euro notierte zuletzt bei 1,3265 US-Dollar. Gegen Mittag hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,3297 (Mittwoch: 1,3243) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,7521 (0,7551) Euro gekostet. Tsp

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