So war der Tag : Schwacher Start

Die meisten deutschen Standardwerte haben am Montag nachgegeben. Der deutsche Leitindex Dax sank um 0,6 Prozent auf 7732 Punkte. In der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex noch an seinen kräftigen Jahresgewinn von knapp 30 Prozent angeknüpft und um weitere 2,2 Prozent zugelegt. Der M-Dax der Nebenwerte verlor 0,3 Prozent auf 12 206 Punkte. Der Technologieindex Tec-Dax stieg hingegen um 0,3 Prozent auf 857 Punkte.

„Der Dax beginnt die neue Handelswoche mit kleineren Kursrücksetzern, da wichtige Impulse fehlen“, sagte Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade. „Das wird sich aber bald wieder ändern“, ergänzte er und verwies auf die am Dienstagabend mit den Alcoa-Zahlen startende US-Berichtssaison. Die Analysten von HSBC erwarten an den globalen Aktienmärkten in diesem Jahr eine Rendite von rund 15 Prozent. Vor allem die lockere Geldpolitik der Notenbanken dürfte den Börsen weiter Auftrieb geben, urteilten die Experten.

Die Favoriten im Dax waren die Aktien der Commerzbank mit plus 4,1 Prozent sowie die der Deutschen Bank, die um 2,8 Prozent zulegten. Weltweit bekommen die Banken vier Jahre mehr Zeit für den Aufbau billionenschwerer Liquiditätsreserven, mit denen sie in einer nächsten Bankenkrise eine Pleite vermeiden können. Die Anteilsscheine von Daimler legten nach einem Kurssprung am Abend um ein Prozent zu. Eine negative Studie von Merrill Lynch belastete Infineon-Aktien, die 2,2 Prozent einbüßten. Eine Verkaufsempfehlung der Deutschen Bank machte den Versorgertiteln zu schaffen. RWE waren mit einem Minus von drei Prozent die größten Verlierer im Dax, Eon-Titel gaben um 1,7 Prozent nach.

Im Tec-Dax setzten Solarworld-Aktien bei kräftigen Umsätzen ihre zu Jahresanfang begonnene Erholung fort. Sie stiegen um 19 Prozent, nachdem sie seit Anfang Januar in der Spitze mehr als 47 Prozent zugelegt hatten.

Am Anleihemarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,25 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,03 Prozent auf 133,77 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,17 Prozent auf 143,13 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu. Zuvor hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,3039 (Freitag: 1,3012) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7669 (0,7685) Euro. Tsp

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