So war der Tag : Schwellenländer unter Druck

Der Dax hat am Donnerstag nach positiv aufgenommenen US-Konjunkturdaten ins Plus gedreht. Die Kapitalflucht aus den Schwellenländern sorgte aber weiter für Nervosität. Bis zum Börsenschluss stieg der Dax um 0,4 Prozent auf 9373 Punkte. Für den M-Dax ging es derweil um 0,2 Prozent nach unten auf 16 285 Punkte, während der Tec-Dax 0,2 Prozent zulegte auf 1219 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx50 stieg um 0,3 Prozent.

Gottfried Urban, Vorstand und Portfoliomanager der Bayerischen Vermögen, sagt: „Die notwendige Verschnaufpause bietet die Gelegenheit, sich neu zu positionieren.“ Die Papiere von K+S sackten im Dax um 2,7 Prozent ab. Potash, weltgrößter Düngemittelproduzent und Wettbewerber der Deutschen, hat mit seinen Prognosen für das laufende Jahr die Erwartungen am Markt enttäuscht. Im M-Dax setzte Osram den Abschwung vom Rekordhoch fort. JPMorgan und Barclays hoben zwar nach den Zahlen vom Vortag ihre Kursziele für den Lichtspezialisten an, blieben aber deutlich unter dem Aktienkurs.

Die Währungen von Schwellenländern bleiben an den Finanzmärkten derweil unter Beschuss. Am Donnerstag gaben Devisen wie der südafrikanische Rand und die türkische Lira zum Dollar erneut nach. So verteuerte sich der Dollar zur türkischen Lira um 0,6 Prozent auf 2,26 Lira. In Südafrika stieg der Dollar zeitweise um 1,1 Prozent auf 11,38 Rand und notierte damit so hoch wie zuletzt im Oktober 2008. Der russische Rubel fiel zum Dollar auf den niedrigsten Stand seit März 2009. Öl ins Feuer goss die US-Notenbank mit einer erneuten Drosselung ihrer milliardenschweren Anleihekäufe: Ab Februar will sie ihre Wertpapierkäufe weiter zurückfahren. Anleger fürchten, dass die Eindämmung der Geldflut in den USA das Wachstum in den Schwellenländern ausbremsen könnte.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,35 (Vortag: 1,41) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,30 Prozent auf 134,13 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,13 Prozent ein auf 143,08 Punkte. Der Kurs des Euro fiel weiter. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3574 (Mittwoch: 1,3608) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7367 (0,7349) Euro. Tsp

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