So war der Tag : Schwung aus den USA

Die guten US-Beschäftigungszahlen, die weitaus besser ausfielen als erwartet, haben dem Dax am Freitag ins Plus verholfen. Der deutsche Leitindex gewann 0,3 Prozent auf 6754 Punkte. Der M-Dax der Nebenwerte verlor am Freitag dagegen leichte 0,1 Prozent auf 9450 Punkte, der Tec-Dax gab 0,5 Prozent auf 817 Punkte nach.

In den USA war die Beschäftigung im Oktober mehr als doppelt so stark gestiegen wie erwartet. Es seien gute Zahlen gewesen, die für ein wenig Schwung gesorgt hätten, sagte Marktstratege Carsten Klude von der Hamburger Privatbank M.M.Warburg. „Ansonsten ist die Luft nach der sehr guten Entwicklung der vergangenen Tage aber etwas raus.“

Im Dax hatten viele Anleger am Freitag eine andere Strategie. „Die Anleger suchen sich Aktien, die bislang noch nicht so gut gelaufen sind, wie zum Beispiel die Deutsche Bank“, erklärte ein Händler. Die Titel des größten deutschen Geldinstituts stiegen um 0,8 Prozent. Im Sog der jüngsten Kapitalerhöhung hatten die Anleger meist einen Bogen um die Aktien gemacht, die in den vergangenen drei Monaten knapp 20 Prozent verloren haben. Europaweit notierten Finanzwerte jedoch größtenteils im Minus. Mit Gewinnmitnahmen reagierten Anleger auf die Geschäftszahlen von HSBC und Royal Bank of Scotland (RBS).

An der Dax-Spitze lagen die Titel von Heidelberg-Cement. Sie verteuerten sich um 2,2 Prozent. Für Rückenwind sorgten Aussagen von Unternehmenschef Bernd Scheifele. Er hatte sich optimistisch gezeigt, 2011 wieder Preiserhöhungen in den USA realisieren zu können. Zudem war bekannt geworden, dass Ludwig Merckle, Alleinerbe der Merckle-Gruppe und ehemaliger Mehrheitsaktionär von Heidelberg-Cement, seinen Anteil am Baustoffkonzern auf eine Sperrminorität aufgestockt hat.

Zu den schwächeren Dax-Werten gehörten mit einem Abschlag von 0,5 Prozent die Telekom-Aktien. Das „Handelsblatt“ hatte berichtet, dass der Konzern 2011 seine Erträge stärker als bisher angekündigt steigern müsse, um die langfristigen Ziele nicht zu verfehlen. Ein weiterer Dax-Verlierer waren Adidas-Aktien mit einem Minus von 0,4 Prozent. Einige Analysten hatten ihre Kaufempfehlung zurück genommen.

Im M-Dax gewannen die Papiere von Praktiker an der Indexspitze 5,6 Prozent. Börsianern zufolge kursieren Gerüchte über ein Interesse des US-Einzelhändlers „Home Depot“ an der deutschen Baumarktkette.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,11 (Vortag: 2,23) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,36 Prozent auf 127,57 Punkte. Der Bund Future stieg minimal um 0,17 Prozent auf 130,21 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4084 (1,4244) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7100 (0,7021) Euro.Tsp

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