So war der Tag : Späte Aufholjagd

Dank einer beeindruckenden Aufholjagd im späten Handel hat der Dax am Mittwoch im Plus geschlossen. Der deutsche Leitindex legte bis zum Abend um 0,3 Prozent auf 6209 Punkte zu, nachdem er im Tagesverlauf zwischenzeitlich deutlich abgesackt war. Für den M-Dax der mittelgroßen Werte ging es dagegen um 0,4 Prozent auf 8374 Punkte nach unten. Der Tec-Dax stieg um 0,6 Prozent auf 793 Punkte.

„Viele Marktteilnehmer haben wohl die günstigen Kurse genutzt“, begründete Marktanalyst Patrick Pflüger von IG Markets den Schlussspurt im Dax. Auch wenn die Indizes zwischenzeitlich einmal im Minus lägen, glaubten offenbar viele Anleger angesichts der guten Unternehmensdaten an eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Den Durchhänger im Tagesverlauf führten Börsianer auf Gewinnmitnahmen nach der mehrtägigen Kursrallye des deutschen Leitindex zurück. Zudem hatten schwache Konjunkturdaten aus den USA auf die Stimmung gedrückt.

Positive Branchennachrichten ließen den Kurs von Infineon-Aktien am Mittwoch um 2,4 Prozent auf 5,30 Euro steigen. Damit gehörten die Titel zu den stärksten Dax-Werten. Neben den deutlich besser als erwartet ausgefallenen Intel-Zahlen vom Vortag sorgte eine höhere Prognose des niederländischen Chipausrüsters ASML für Auftrieb. Für Aktien des im Tec-Dax notierten Schaltkreisherstellers Dialog Semiconductor ging es um 3,14 Prozent auf 11,17 Euro nach oben. Damit waren die Titel Spitzenreiter im Technologiewerte-Index.

Unter den Gewinnern war auch die Aktie der Deutschen Post, die sich um rund ein Prozent auf 13,08 Euro verteuerte. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, dass der E-Postbrief wie der traditionelle Brief auch 55 Cent kosten wird. Da aber noch unsicher sei, wie sich das Geschäft mit dem Onlinebrief künftig entwickele, sei diese Nachricht kein großer Kurstreiber, sagte ein Börsianer. Stattdessen hätte die Post-Aktie wie Papiere anderer Logistikunternehmen auch von der Konjunkturerholung und dem damit zusammenhängenden Anstieg der Frachtvolumina und Frachtpreise profitiert.

Dagegen mussten RWE-Aktien nach einem negativen Analystenkommentar einen Verlust von 0,6 Prozent auf 55,06 Euro hinnehmen. Aktien von Südzucker notierten nach endgültigen Zahlen für das erste Geschäftsquartal 0,8 Prozent besser bei 15,56 Euro. Europas größter Zuckerproduzent hatte den Überschuss nach Minderheiten deutlich von 48 auf 72 Millionen Euro gesteigert.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,28 (Vortag: 2,25) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,02 Prozent auf 126,63 Punkte zu. Der Bund Future verlor 0,17 Prozent auf 128,66 Punkte. Der Referenzkurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte ihn auf 1,2703 (1,2569) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7872 (0,7956) Euro. Tsp

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