So war der Tag : Späte Verluste

Der Dax hat am Freitag nach Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten in die Gewinnzone gedreht, büßte am Abend sein Plus aber wieder ein. Das von Anlegern stark beachtete Verbrauchervertrauen in den USA war überraschend eingebrochen. Der deutsche Leitindex schloss mit minus 0,2 Prozent bei 7517 Punkten. Damit verbuchte er im Wochenverlauf trotzdem noch ein Plus von 1,5 Prozent. Seit seiner Mitte November gestarteten Rally beträgt das Plus 6,7 Prozent und im Gesamtjahr inzwischen rund 26 Prozent. Der M-Dax beendete den Tag mit plus 0,1 Prozent bei 11 896 Punkten. Der Tec-Dax verlor 0,5 Prozent auf 835 Punkte.

Die US-Wirtschaft hatte im November deutlich mehr Stellen geschaffen als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 146 000, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Allerdings war die Zahl der im September und Oktober geschaffenen Stellen um fast 50 000 niedriger als ursprünglich gemeldet. Die Arbeitslosenquote im November sank auf 7,7 von 7,9 Prozent und erreichte den niedrigsten Stand seit Dezember 2008. Die moderate Erholung des US-Arbeitsmarktes setze sich fort, sagte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Im Dax gehörten die Aktien der Deutschen Telekom mit minus 1,9 Prozent zu den größten Verlierern. Der Bonner Konzern habe die Dividende für die beiden kommenden Jahre deutlicher reduziert als erwartet.

Die BMW-Titel reagierten mit etwas Verzögerung auf Absatzzahlen für die ersten elf Monate. Sie drehten ins Plus und stiegen um 0,5 Prozent. Ein Händler nannte die Absatzzahlen für November, die den positiven Trend des China-Absatzes vom Vortag bestätigten, erfreulich. Auch VW-Titel zogen um 07, Prozent an.

Die Anteilsscheine des Gase-Konzerns Linde legten nach einem positiven Analystenkommentar um 0,1 Prozent zu.

Am Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,08 Prozent am Vortag auf 1,03 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,24 Prozent auf 135,33 Punkte. Der Bund Future gewann 0,08 Prozent auf 145,66 Punkte. Der Kurs des Euro sank. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2905 (Donnerstag: 1,3072) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7749 (0,7650) Euro. Tsp

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