So war der Tag : Später Gewinn

Deutsche Aktien haben zum Wochenausklang zunächst schwächer notiert. In der letzten Handelsstunde drehte der Dax aber ins Plus – er gewann 0,3 Prozent auf 6971 Punkte. Damit näherte sich der Leitindex wieder dem am Dienstag erreichten Zwischenhoch von 7105 Punkten. In diesem Jahr hat der Dax bisher 17 Prozent zugelegt. Der M-Dax sank am Freitag um 0,5 Prozent auf 11 014 Punkte. Für den Tec-Dax ging es um 0,1 Prozent auf 786 Punkte nach unten.

Zunächst hatte noch eine Meldung den Markt belastet, dass die Europäische Zentralbank den Plan für den Kauf von Staatsanleihen angeschlagener Eurostaaten erst Mitte September vorlegen werde. Positiv wirkte sich dann aber am Nachmittag der stabilisierte Handel in New York aus, was laut Händlern auch mit gut aufgenommenen Auftragsdaten aus der US-Industrie zu tun hatte. Ins Plus schaffte es der Markt dann aber aufgrund am Markt diskutierter Möglichkeiten der EZB. Laut Händlern erwägen es die Notenbanker, bei künftigen Anleihekäufen statt einer Renditegrenze eine Zielspanne festzulegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich derweil gegen einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone aus und forderte die Regierung in Athen auf, die Reform- und Sparzusagen einzuhalten. Merkel betonte nach einem gut einstündigen Gespräch mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras, es gelte, Vertrauen zurück zu gewinnen. Dazu gehöre, die Erwartungen zu erfüllen.

Deutsche Stahlwerte wie Thyssen-Krupp, Salzgitter oder Klöckner & Co zählten mit Abschlägen von bis zu knapp fünf Prozent zu den größten Verlierern am Aktienmarkt. Händler sprachen zum einen von Gewinnmitnahmen. Hinzu kämen schlechte Vorgaben für die Branche aus Asien aber auch den USA vom Vorabend. Hier hatte ein Analyst der Investmentbank Dahlman Rose den Sektor herabgestuft, nachdem die jüngsten Preiserhöhungen international nicht durchgesetzt würden. In dem trüben Umfeld gaben auch Autowerte stark nach. So fielen VW-Papiere am Dax-Ende trotz anhaltend guter Geschäfte in Asien und Amerika um zuletzt 2,2 Prozent und Anteilsscheine von Continental um 1,8 Prozent. Europaweit wurden Autoaktien ebenfalls gemieden. Am Markt wurde auf die üblichen Schwankungen verwiesen, denen die Branchenwerte ausgesetzt seien. Die Anleger gingen an den Aktienmärkten etwas zögerlicher zu Werke, und das wirke sich auch negativ auf die an der Wertschöpfung im Autosektor beteiligten Unternehmen aus.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,08 (Vortag 1,12) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,28 Prozent auf 134,85 Punkte. Der Bund Future gewann 0,38 Prozent auf 144,06 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2507 (Donnerstag: 1,2552) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7996 (0,7967) Euro. Tsp

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