So war der Tag : Starker Morgen, ruhiger Abend

Konjunkturdaten aus China und erfreuliche Quartalsberichte haben dem deutschen Aktienmarkt am Donnerstag angeschoben. Der Dax schloss mit plus 0,7 Prozent bei 8318 Punkten den ersten Tag in dieser Woche freundlich. Der M-Dax legte um 0,5 Prozent auf 14 683 Punkte zu. Der Tec-Dax stieg um 0,4 Prozent auf 1019 Punkte.

Bis zum Nachmittag hatten der wieder an Schwung gewonnene chinesische Außenhandel sowie einige positive Quartalsberichte deutscher Unternehmen dem Aktienmarkt Auftrieb gegeben. Dann bröckelten die Gewinne ab. Die Verluste am US-Markt seien der Grund gewesen, sagten Händler und erinnerten, dass ein großer Teil der Investoren am deutschen Markt aus Amerika stamme.

Die Aktien der Telekom und Henkel verzeichneten Kursgewinnen von 7,7 und 2,9 Prozent. Bei der Telekom honorierte der Markt, dass das Unternehmen im zweiten Quartal nach jahrelangen Rückgängen wieder einen Wachstumskurs eingeschlagen hat. Der Konsumgüterkonzern Henkel hatte im zweiten Quartal umsatz- und ergebnisseitig weiter zugelegt. In den Fokus rückten im Dax außerdem erneut die Titel des Düngemittelherstellers K+S. Sie knüpften mit einem Plus von etwas mehr als fünf Prozent an den Erholungsversuch vom Vortag an. Der kanadische Konkurrent Potash hält die Spekulationen über einen Preisrutsch bei Kali für übertrieben und rechnet mit einem baldigen Ende der Verwerfungen in der Branche. In der zweiten Reihe legten die Anteilsscheine von Baywa und Stada nach positiv aufgenommenen Quartalsberichten überdurchschnittlich zu. Die Aktien von Tui reagierten mit knapp einem Prozent Abschlag auf die laut JP Morgan gemischt ausgefallene Bilanz zum dritten Geschäftsquartal des Reisekonzerns.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,38 Prozent am Vortag auf 1,39 Prozent. Der Rentenindex Rex rückte um 0,05 Prozent auf 133,68 Punkte vor. Der Bund Future fiel um 0,10 Prozent auf 142,26 Punkte. Der Kurs des Euro stieg und legte bis zum Abend auf 1,3391 Dollar zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3360 (Mittwoch: 1,3305) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7485 (0,7516) Euro. Tsp

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