So war der Tag : Stimmungstief

Der andauernde Streit über den USHaushalt hat am Montag die Stimmung der Anleger weiter gedrückt. Erst verbuchten die asiatische Börsen Verluste, dann folgten die europäischen Handelsplätze.  Kurz vor Börsenschluss stand der Dax 0,4 Prozent tiefer bei 8592 Punkten. Der M-Dax sank um 0,1 Prozent auf 15 110 Punkte und der Tec-Dax fiel um 0,5 Prozent auf 1089 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,2 Prozent auf 2923 Punkte.

„Der US-Haushaltsstreit mit seinen Kollateralschäden im US-Export belastet die Börsen“, sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Insgeheim werde allerdings mit einer rechtzeitigen Lösung gerechnet. Im Dax standen die Versorger im Fokus, die zeitweise die einzigen Gewinner im schwachen Marktumfeld waren. Einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge soll das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) angepasst werden. Ein Händler sagte: „Änderungen im EEG könnten sehr positiv für die Versorger sein und eine Trendwende für den ganzen Sektor bringen.“ Die Eon-Papiere zogen um 4,1 Prozent an. Die RWE-Titel gewannen 5,2 Prozent.

SAP-Papiere litten unter Analystenkommentaren. So äußerte sich Kai Korschelt von der Deutschen Bank skeptisch. Um die Ziele für 2013 noch zu erreichen, müsse der Software-Hersteller im vierten Quartal ein organisches Wachstum der Lizenzerlöse von sechs Prozent vorweisen, schrieb er, nachdem er zuvor seine Prognosen für das dritte Quartal reduziert hatte. Die Aktie verlor 2,2 Prozent.

Nachdem der Flugzeugbauer Airbus nach der jüngsten Auftragsflut sein Absatzziel für das laufende Jahr konkretisiert hatte, sprangen die Aktien des Mutterunternehmens EADS im M-Dax um 2,5 Prozent nach oben. Am Index-Ende brachen dagegen die Anteilsscheine von TAG Immobilien ein: Sie verloren 4,2 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,49 Prozent am Freitag auf 1,48 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 133,41 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,31 Prozent auf 140,33 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3572 (Freitag: 1,3593) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7368 (0,7357) Euro. Tsp

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