So war der Tag : Syrien lähmt die Börse

Die US-Geldpolitik und der mögliche Militärschlag gegen Syrien haben Aktienanlegern erneut Sorgen bereitet. Die Investoren hielten sich als Folge am Montag mit Engagements zurück. Der Dax schloss kaum verändert bei 8276 Punkten. Der M-Dax der Nebenwerte legte zuletzt 0,4 Prozent zu auf 14 645 Punkte. Der Technologieindex Tec-Dax stand nahezu unverändert mit plus 0,2 Prozent bei 1046 Punkten. Für den Leitindex der Euro-Zone ging es dagegen abwärts: Der EuroStoxx 50 verlor 0,2 Prozent auf 2798 Punkte. Auch als sicher geltende Anlagen wie Staatsanleihen oder Edelmetalle waren kaum gefragt. Der Bund-Future notierte fast unverändert bei 137,74 Stellen und Gold verbilligte sich um 0,2 Prozent auf 1385,16 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Die Wall Street eröffnete im Plus.

„Für viele Leute war der September als Zeitpunkt für die Drosselung der Fed-Wertpapierkäufe schon festgezurrt und es war nur noch eine Frage des Umfangs“, sagte HSBC-Stratege Daragh Maher. Nach den enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag spekulierten nun offenbar einige Investoren darauf, dass die US-Notenbank die geldpolitischen Zügel erst in einigen Monaten anziehen wird.

Mit Spannung warteten Börsianer zudem auf die Entscheidung des US-Kongresses zu einem Militärschlag gegen Syrien. An den Märkten wird für diesen Fall ein Flächenbrand im Nahen Osten befürchtet, der die Wirtschaft belasten und den Ölpreis in die Höhe schnellen lassen könnte.

Positive Analystenkommentare und Branchennachrichten sorgten bei den Rückversicherern für deutliche Kurszuwächse. Aktien der Munich Re legten um 3,1 Prozent zu. Im M-Dax kletterten Hannover Rück um 1,3 Prozent. Vom Branchentreffen „Rendez-vous de Septembre“ in Monte Carlo hieß es, dass sich die Preise für Naturkatastrophen-Rückversicherungen wieder stabilisieren dürften.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,62 (Vortag: 1,67) Prozent.Der Rentenindex Rex stieg um 0,20 Prozent auf 132,19 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3194 (Freitag: 1,3117) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7579 (0,7624) Euro. Tsp

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