So war der Tag : Talfahrt an der Börse

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag belastet von schwachen Konjunkturdaten aus der Euro-Zone nachgegeben. Der Dax fiel wieder unter die Marke von 7700 Punkten und schloss 1,1 Prozent tiefer bei 7631 Punkten. Für den M-Dax ging es um 0,5 Prozent auf 12 943 Punkte nach unten und der Tec-Dax verlor 0,5 Prozent auf 897 Punkte.

Die Wirtschaft des Euro-Raums war im vierten Quartal 2012 noch tiefer als erwartet in die Rezession gerutscht. „Die wirtschaftliche Misere in den Peripheriestaaten hält an“, schrieb Analyst Thomas Gitzel von der VP Bank in einem Kommentar.

Die Anleger konzentrierten sich derweil am Donnerstag auf Nachrichten von Unternehmen aus der zweiten Reihe. Für Gesprächsstoff sorgten vor allem Geschäftszahlen und Ausblicke. So verteuerten sich die Anteilsscheine des Automobilzulieferers und Rüstungskonzerns Rheinmetall im M-Dax um 7,3 Prozent. „Die vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal haben unsere Margenprognose übertroffen“, hob Analyst Markus Turnwald von der DZ Bank hervor. Der Spezialverpackungs-Hersteller Gerresheimer setzt nach einem robusten Geschäftsjahr auf weiteres Wachstum. Die Aktien zogen um 4,9 Prozent an. Die Papiere des Sportartikelherstellers Puma rückten nach der Veröffentlichung von Jahreszahlen um 0,3 Prozent vor. Die Ergebnisse waren einem Händler zufolge „einen Tick besser als erwartet“ ausgefallen.

Der führende europäische Kupferkonzern Aurubis indes bleibt nach einem Umsatz- und operativen Gewinnsprung im ersten Quartal für das laufende Geschäftsjahr nur vorsichtig optimistisch. Die Titel verloren 4,2 Prozent an Wert. Die im Tec-Dax notierten Papiere von Carl Zeiss Meditec fielen um mehr als vier Prozent. Die Quartalszahlen des Medizintechnik-Spezialisten hätten die Markterwartungen verfehlt, sagten Börsianer.

Am Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,35 Prozent am Vortag auf 1,34 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 133,43 Punkte. Der Bund Future legte um 0,29 Prozent auf 142,38 Punkte zu. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3327 (Mittwoch: 1,3480) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7504 (0,7418) Euro. Tsp

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