So war der Tag : Über 9000 – auch am Schluss

Der Dax hat am Dienstag erstmals in seiner 25-jährigen Geschichte über der Marke von 9000 Punkten geschlossen. Die Hoffnung auf weiterhin billiges Geld bescherte dem Leitindex ein Plus von 0,5 Prozent auf 9022 Punkte – ein neuer Höchststand. Der M-Dax kletterte bis Handelsschluss um 0,3 Prozent auf 15 868 Punkte nach oben, während der Tec-Dax um 0,3 Prozent auf 1126 Punkte stieg. Der Euro-Stoxx 50 als Leitindex der Euro-Zone verbuchte ein Plus von einem Prozent auf 3051 Punkte.

Etwas Schub verliehen dem Markt am Dienstag gemischt ausgefallene US-Konjunkturdaten. Damit steige die Hoffnung, dass die US-Notenbanker vorerst an ihrer ultralockeren Geldpolitik zur Stützung der Konjunktur festhalten werden, sagte Stephan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel. Alle warteten nun auf die anstehende Sitzung der US-Notenbank am Donnerstag, sagte Marktanalyst Kornelius Barczynski vom Brokerhaus GKFX. Sollte die Fed keine Hinweise auf einen baldigen Rückzug aus ihrer ultralockeren Geldpolitik liefern, könnten die Kurse weiter auf neue Höchststände steigen, schätzt der Experte.

In Deutschland nahm unterdessen die Berichtssaison an Fahrt auf. Nach einem heftigen Gewinneinbruch im dritten Quartal sackten im Dax die Titel der Deutschen Bank zunächst deutlich um mehr als drei Prozent ab, erholten sich aber wieder und stiegen zuletzt um eineinhalb Prozent. Zu den Dax-Verlierern zählten mit einem Minus von 1,1 Prozent die Deutsche Börse, die am Abend nachbörslich ihre Quartalszahlen vorlegen wollte und die Titel von Linde mit einem Kursminus von rund einem halben Prozent. Ungünstige Wechselkurse hatten das Wachstumstempo des Industriegase-Spezialisten und Anlagenbauers im dritten Jahresviertel gebremst. Das Unternehmen schränkte daher seine operative Gewinnprognose leicht ein.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,43 (Vortag: 1,44) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 133,73 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,01 Prozent auf 141,05 Punkte. Der Kurs des Euro sank. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3768 (Montag: 1,3784) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7263 (0,7255) Euro. Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben