So war der Tag : Unruhe an den Börsen

Vor dem mit Spannung erwarteten Wahlausgang in Italien hat sich der deutsche Aktienmarkt am Montag zunächst von seiner besten Seite gezeigt. Dank starker Vorgaben aus Asien und den USA fest gestartet, baute der Dax seine Gewinne bis zum Nachmittag weiter aus und passierte neben der Marke von 7700 Punkten auch gleich noch die 7800er-Schwelle. Doch als nach Schließung der Wahllokale in Italien auch ein Erfolg des Mitte-Rechts-Bündnisses von Silvio Berlusconi im Senat möglich schien, drehte der Dax nach unten ab. Zum Handelsschluss lag ein Endergebnis aus Italien noch nicht vor. Der Dax schloss bei 7773 Punkten – noch 1,5 Prozent höher als am Freitag. Der M-Dax notierte zuletzt um 0,2 Prozent fester bei 13 141 Zählern, der Tec-Dax erreichte 912 Punkte (plus 0,7 Prozent).

Wieder aufgeflammte Übernahmefantasie sorgte dafür, dass sich die Aktien der Deutschen Börse im Tagesverlauf turbulent zeigten. Nach einem Bericht über ein mögliches Fusionsinteresse der US-Derivatebörse CME zogen sie erst kräftig an, bevor ein Dementi des Börsenbetreibers die Euphorie dann wieder in die Schranken wies. Zuletzt rückten sie aber immer noch um 5,6 Prozent vor. Die Spitzengruppe bildeten aber die von ihren jüngsten Kursverlusten erholten Finanzwerte: Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank gewannen 2,4 respektive zwei Prozent.

Die Stimmung war an den Börsen bereits gestiegen, nachdem Italien neue Anleihen aufgelegt hatte. Italien sammelte insgesamt 4,068 Milliarden Euro am Markt ein, die Zielspanne hatte zwischen 2,5 und 4,25 Milliarden Euro gelegen. Die zu dem Zeitpunkt der Auktion noch laufenden Wahlen hätten nur marginale Spuren hinterlassen, lobte Alberto Gallo, Analyst bei der RBS. Als sicher geltende deutsche Bundesanleihen waren dagegen nicht gefragt. Der Bund-Future fiel um 67 Ticks auf 142,95 Punkte. Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,29 Prozent am Freitag auf 1,26 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,18 Prozent auf 134,10 Punkte, während der Bund-Future um 0,31 Prozent auf 143,14 Punkte fiel. Der Kurs des Euro zog an: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3304 (Freitag: 1,3186) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7517 (0,7584) Euro. Tsp

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