So war der Tag : US-Daten helfen dem Dax

Die Erholung der US-Wirtschaft im dritten Quartal hat die europäischen Börsen am Freitag angeschoben. Der Dax machte seine Verluste wett und legte 0,4 Prozent auf 7231 Punkte zu. Der Euro-Stoxx-50 gewann ebenfalls 0,5 Prozent auf 2496 Zähler. Der M-Dax der wichtigsten deutschen Nebenwerte legte um 0,5 Prozent auf 11 431 Punkte zu, der Tec-Dax schloss unverändert bei 801 Zählern.

Das Bruttoinlandsprodukt der weltgrößten Volkswirtschaft legte zwischen Juni und September mit einer Jahresrate von 2,0 Prozent überraschend kräftig zu. Dafür sorgten in erster Linie höhere Ausgaben der US-Verbraucher, während die Unternehmen weniger investierten. Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt ein Plus von 1,9 Prozent erwartet. „Die US-Wirtschaft wächst weiter mit moderatem Tempo“, kommentierte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Die erhoffte Beschleunigung der Expansion habe stattgefunden und vor allem der private Konsum erweise sich als Stütze der Entwicklung. Börsianer Adam Sarhan von Sarhan Capital nannte die Zahlen „ziemlich gut“. „Noch wichtiger ist, dass die Bilanzen der Unternehmen sich dadurch verbessern werden und damit die Aktienkurse steigen.“

Unter Druck kamen am Freitag einmal mehr europäische Bankenwerte, allen voran die Papiere der französischen Institute. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte für zehn französische Banken den Ausblick gesenkt, darunter Société Générale und Credit Agricole. In Frankfurt verbilligten sich Commerzbank-Aktien um 0,9 Prozent, die der Deutschen Bank gewannen 0,3Prozent.

Ein Plus von knapp 18 Prozent verzeichneten im Tec-Dax die Papiere von Xing. Der Medienkonzern Burda hat seine Anteile am Internet-Kontaktnetz aufgestockt und plant ein Pflichtangebot von 44 Euro pro Aktie an die freien Aktionäre.

Am Anleihemarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,31 Prozent am Vortag auf 1,24 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,43 Prozent auf 134,04 Punkte. Der Bund Future gewann 0,34 Prozent auf 140,79 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2908 (Donnerstag: 1,2993) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7747 (0,7697) Euro. Tsp

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