So war der Tag : US-Daten stützen den Dax

Gute Konjunkturdaten aus den USA haben den Dax am Freitag steigen lassen. Er gewann 0,4 Prozent auf 7178 Punkte. Auf Wochensicht verbuchte der Leitindex allerdings ein Minus von 0,5 Prozent. Der M-Dax der mittelgroßen Werte rückte am Freitag um 0,5 Prozent auf 10 370 Punkte vor, während der Technologieindex Tec-Dax um 0,4 Prozent auf 917 Punkte zulegte.

Der Markt profitierte davon, dass sich die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York im April unerwartet verbessert hat. Zudem hellte sich in den USA das Konsumklima überraschend kräftig auf. „Die Anleger achten derzeit wieder mehr auf die Konjunkturdaten als auf einzelne Unternehmensnachrichten“, sagte Marktstratege Heino Ruland von Ruland Research mit Blick auf den enttäuschenden Quartalsbericht der Bank of America.

„Derzeit wird wieder einmal alles Schlechte so gut wie möglich verdrängt“, sagte ein anderer Börsianer. „Außerdem muss das billige Zentralbankgeld irgendwo investiert werden und da gibt es kaum Alternativen.“ Nach Einschätzung von Philippe Gijsels, Chef-Analyst bei BNP Paribas Fortis Global Markets, steht der Aktienmarkt auf wackligen Füßen. Die Herabstufung der Bonität Irlands auf „Baa3“ durch die Ratingagentur Moody's zeige einmal mehr, dass die Probleme der Euro-Zone noch nicht vollständig überwunden seien und jederzeit wieder hochkochen könnten.

Die Aktien von K+S gehörten mit plus 1,3 Prozent zu den Dax-Favoriten. Börsianer verwiesen auf einen Medienbericht, wonach der Düngemittelspezialist mit Blick auf die anhaltend hohe Nachfrage die Dünger-Preise in Europa anheben will. Die Siemens-Titel kletterten angesichts eines sich abzeichnenden Milliardenauftrags der Deutschen Bahn um 1,6 Prozent. Die Verhandlungen über den Kauf von mehreren hundert neuen Zügen zum Preis von etwa fünf Milliarden Euro wurden nach Tagesspiegel-Informationen erfolgreich beendet.

Die Commerzbank weitete ihre Verluste um 4,3 Prozent aus. Zwar war die Bank am Vortag mit dem ersten Schritt ihrer Kapitalerhöhung erfolgreich, Ende Mai folgt jedoch noch eine große Platzierung neuer Aktien. Im Minus lagen auch die Aktien der Versorger RWE und Eon nach einem Bericht der „Börsen-Zeitung“. RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann sagte, der Konzern stelle seine mittelfristigen Finanzziele erneut auf den Prüfstand. RWE sanken um ein Prozent, Eon büßten 0,6 Prozent ein.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere am Freitag auf 3,18 (Donnerstag: 3,17)Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,05 Prozent auf 121,09 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,41 Prozent auf 121,18 Punkte. Der Euro legte zu. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,4450 (1,4401) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6920 (0,6944) Euro. Tsp

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