So war der Tag : US-Jobdaten helfen dem Dax

Erfreuliche Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt haben dem Dax zum Wochenschluss ins Plus verholfen. Nach der Veröffentlichung der aktuellen Beschäftigungsdaten sprang der zuvor kaum veränderte Leitindex nach oben bis knapp unter die Marke von 7400 Punkten. Mit einem Aufschlag von 0,4 Prozent auf 7364 Punkte ging er aus dem Handel. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Plus von 1,8 Prozent. Der M-Dax rückte am Freitag um 0,2 Prozent auf 11 626 Punkte vor. Der bis zum frühen Nachmittag klar im Minus gelegene Tec-Dax erholte sich anschließend und legte um 0,1 Prozent auf 808 Punkte zu. Der Euro-Stoxx 50 schloss 0,5 Prozent höher bei 2547 Punkten.

Dass im Oktober in den USA deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen wurden als erwartet, zeugt laut Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank davon, dass die Tendenz für die weltgrößte Volkswirtschaft nach oben weist. „Das billige Geld bringt die USA auf Vordermann“, sagte er im Hinblick auf die lockere Geldpolitik der Notenbank. Die Spannung war deshalb besonders groß, weil den Jobdaten vor den anstehenden US-Wahlen am Dienstag ein besonderes Gewicht zukommt.

Im europaweit sehr freundlichen Automobilsektor waren die Aktien von BMW mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent der drittgrößte Dax-Gewinner. Ein Plus von mehr als 1,5 Prozent verzeichneten die Anteilsscheine von Siemens. Hier stützte ein Bericht im „Handelsblatt“, dem zufolge der Elektrokonzern sein Gewinnziel für das im September abgelaufene Geschäftsjahr wohl erreicht hat. Abgeschlagen am Dax-Ende rangierten die T-Aktien mit minus 3,5 Prozent. Laut dem „Handelsblatt“ erwägt der Telekomkonzern wegen hoher Abschreibungen und Ausgaben für den Netzausbau eine Dividendenkürzung. Der Bonner Konzern wollte dies nicht kommentieren.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,18 Prozent am Vortag auf 1,16 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,30 Prozent auf 134,51 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,20 Prozent auf 141,89 Punkte zu. Der Kurs des Euro sank. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,2850 (Vortag: 1,2975) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7782 (0,7707) Euro. Tsp

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