So war der Tag : US-Wachstum schwächt Dax

Die Leitzinsen in der Euro-Zone bleiben niedrig. Aber überraschend starke Wachstums- und Arbeitsmarktdaten aus den USA lassen die Furcht der Anleger vor einer restriktiveren Geldpolitik der Notenbanken wachsen. Der deutsche Leitindex ging mit einem Abschlag von 0,6 Prozent auf 9084 Punkte aus dem Handel. Für den M-Dax ging es ebenfalls um 0,6 Prozent auf 15 864 Punkte nach unten. Der Tec-Dax sank um 0,4 Prozent auf 1118 Punkte. Der EuroStoxx 50 gab 1,3 Prozent auf 2953 Punkte nach.

Wie erwartet hält die Europäische Zentralbank (EZB) unvermindert an ihrer lockeren Geldpolitik zur Krisenbekämpfung fest. Sie beließ den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. 2015 soll die Inflationsrate im Euroraum demnach bei 1,3 Prozent liegen – nach Worten von EZB-Chef Mario Draghi sind die Teuerungsrisiken damit ausgewogen.

In den USA waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zudem überraschend weiter gefallen. Das könnte auf einen deutlichen Aufbau neuer Stellen im offiziellen Arbeitsmarktbericht hinweisen. Das US-Handelsministerium revidierte gleichzeitig die Schätzung für das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal deutlich nach oben auf annualisiert 3,6 Prozent.

Ein kräftiges Plus von knapp fünf Prozent fuhren die Titel von Merck ein. Der Chemie- und Pharmakonzern will für 1,9 Milliarden Euro die britische AZ Electronic Materials übernehmen. Am Dax-Ende büßten die Aktien von Commerzbank 2,1 Prozent ein, Deutsche Bank verloren 1,7 Prozent.

Die Metro-Aktien waren im M-Dax das Schlusslicht mit minus 4,8 Prozent. Morgan Stanley hatte die Titel abgestuft. Zudem hatten sich die Tarifparteien im baden-württembergischen Einzelhandel auf Lohnerhöhungen geeinigt, was bundesweiten Signalcharakter haben könnte.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,42 Prozent am Vortag auf 1,47 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,24 Prozent auf 133,47 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,31 Prozent auf 139,93 Punkte. Der Euro stieg zuletzt auf 1,3665 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3594 (Mittwoch: 1,3592) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7356 (0,7357) Euro. Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben