So war der Tag : US-Zahlen enttäuschen Anleger

Der Arbeitsmarktbericht aus den USA hat den Börsianern am Freitagnachmittag die Kauflaune verdorben. Im Juli wurden nur 162 000 neue Stellen geschaffen – Analysten hatten dagegen mit 184 000 Jobs gerechnet. In Reaktion darauf geriet vor allem der Dollar unter Druck. Der Euro sprang im Gegenzug auf 1,3288 Dollar. Die Arbeitslosenquote fiel allerdings auf 7,4 von 7,6 Prozent im Juni und damit auf das niedrigste Niveau seit Dezember 2008.

Am Aktienmarkt überwog die Enttäuschung über die langsamere Erholung der US-Konjunktur. Der Dax sank zum Abend um 0,1 Prozent auf 8406 Zähler. Der M-Dax legte leicht um 0,2 Prozent auf 14 606 Punkte zu, und der Tec-Dax büßte 0,1 Prozent auf 1002 Punkte ein. Der EuroStoxx50 gewann 0,1 Prozent auf 2811 Punkte. An den US-Börsen zeichnete sich ein mauer Handelsstart ab. „Es sieht wohl danach aus, als ob die US-Notenbank ihre Anleihekäufe erst Richtung Dezember zurückfahren wird“, sagte Volkswirt Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus. „Der Arbeitsmarkt erholt sich nicht so schnell wie gewünscht. Der Euro steigt in Erwartung einer anhaltend lockeren Geldpolitik.“

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt sorgten vor allem Quartalszahlen für Kursbewegungen. Die Titel der Allianz legten um 0,8 Prozent zu. Auch die Papiere von Axa waren gefragt, obwohl der AllianzRivale einen Gewinnrückgang vermeldete. Die Titel stiegen an der Pariser Börse um 2,2 Prozent.

Auf Sinkflug begaben sich dagegen Lufthansa-Aktien: Ein Gewinneinbruch drückte die Titel mit minus fünf Prozent ans Dax-Ende. Auch Volkswagen musste mit einem Abschlag von 0,6 Prozent Federn lassen. Im M-Dax schob eine Gewinnsteigerung Fuchs Petrolub fast an die Spitze des Mittelwerteindex. Die Titel verteuerten sich um 4,5 Prozent. Der Schmierstoffhersteller sei mit seinem Produktportfolio vor allem in Nischenmärkten gut positioniert, urteilte die DZ-Bank.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,32 Prozent am Vortag auf 1,42 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,50 Prozentpunkte auf 133,42 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,04 Prozent auf 142,38 Punkte vor. Die EZB setzte den Euro-Referenzkurs auf 1,3203 (Donnerstag: 1,3236) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7574 (0,7555) Euro. Tsp

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