So war der Tag : USA bremsen Dax aus

Der Dax hat am Montag moderat zugelegt. Die Hoffnung auf eine Beruhigung der Eurokrise trieb bis zum frühen Nachmittag die deutschen Standardwerte an und half dem Dax zum Sprung über die Marke von 7300 Punkten. Kurz nach US-Börsenstart begannen Anleger jedoch damit, Gewinne einzustreichen. Der deutsche Leitindex schloss mit plus 0,4 Prozent bei 7261 Punkten. Für den M-Dax mittelgroßer Werte ging es um 0,8 Prozent auf 11 315 Punkte nach oben. Der Tec-Dax gewann 0,2 Prozent auf 816 Punkte.

„Nach gemischten Wirtschaftszahlen aus den USA verflog die anfänglich positive Stimmung wieder etwas“, sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. Zusätzlich habe die Vorsicht zugenommen. „Die Tage der Entscheidung rücken näher“, kommentierte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank und verwies auf den möglichen spanischen Rettungsantrag und den Troika-Bericht.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten Finanzwerte, nachdem die Citigroup in den USA den Markt mit ihren Quartalszahlen überzeugen konnte (siehe oben). Die Aktien der Commerzbank stiegen um 1,4 Prozent und die der Deutschen Bank um ein Prozent. Für die Titel der Aareal Bank ging es im M-Dax um 1,2 Prozent hoch. Im Gegensatz zur Konkurrenz musste die Großbank für das vergangene Quartal zwar einen herben Gewinneinbruch verkraften, operativ aber übertraf die Citigroup die Erwartungen der Analysten.

Im Dax bewegte eine Übernahme in den USA die Titel der Deutschen Telekom. Der japanische Mischkonzern Softbank will die Mehrheit am US-Mobilfunkunternehmen Sprint übernehmen. Für den Bonner Konzern sahen Börsianer eher positive Aspekte. Die angekündigte Übernahme in den USA senke die Gefahr eines preistreibenden Bieterwettkampfes um das Unternehmen Metro-PCS, das die Telekom-Tochter T-Mobile USA übernehmen will, hieß es. Dass die Aktie dennoch um 1,3 Prozent nachgab, wurde vor allem auf Unternehmensaussagen zurückgeführt. Die Telekom rechnet wegen des gesamtwirtschaftlichen Umfelds bei ihren europäischen Töchtern und Beteiligungen erst ab 2014 mit einer leichten Verbesserung der Geschäftssituation.

Der Euro-Stoxx 50 schloss mit plus 0,7 Prozent bei 2485 Punkten. Auch in Paris und London wurden Gewinne verzeichnet. In den USA legte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,4 Prozent zu.

Am deutschen Anleihemarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,20 Prozent am Freitag auf 1,19 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 134,30 Punkte. Der Bund Future verlor 0,08 Prozent auf 141,55 Punkte. Der Kurs des Euro sank bis zum Abend auf 1,2949 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2971 (Freitag: 1,2970) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7710 (0,7710) Euro. Tsp

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