So war der Tag : Verschnaufpause im Dax

Der deutsche Aktienmarkt ist nach der jüngsten Kursrallye mit leichten Verlusten in die Woche gestartet. Laut Börsianern drückte am Montag die noch fehlende Lösung für die Schuldenprobleme Griechenlands etwas auf die Kurse. „Bevor die Griechenland-Frage nicht gelöst ist, ist es schwierig, eindeutig optimistisch zu sein“, sagte Andrew Pease, Stratege bei Russell Investments in London.

Der Dax verlor leichte 0,03 Prozent auf 6764 Punkte. Am Freitag hatte der Leitindex mit einem Wochenplus von knapp vier Prozent geschlossen und mit der siebten Gewinnwoche in Folge zudem die beste Entwicklung seit Anfang 2007 hingelegt. Der M-Dax der mittelgroßen Werte sank am Montag um 0,4 Prozent auf 10 374 Punkte und der Technologiewerte-Index Tec-Dax verlor 0,3 Prozent auf 769 Punkte.

Die Experten der Landesbank Baden-Württemberg sprachen mit Blick auf Griechenland von einer „Verschnaufpause“ nach der „euphorischen Würdigung der US-Konjunkturzahlen“ vor dem Wochenende. Die vorhandene Liquidität sollte die Kurse indes weiter antreiben. Ein Teil der Mittel, die die Europäische Zentralbank den Banken bereitgestellt habe, gelange offensichtlich direkt in die Aktienmärkte. Dazu kamen positive Konjunktursignale auch aus Deutschland: Die Aufträge für die hiesige Industrie legten im Dezember dank gestiegener Auslandsaufträge stärker zu als erwartet.

Die Aktien der Banken gehörten angesichts der weiter fehlenden Lösung für die Probleme Griechenlands zu den Verlierern. Für die Titel der Commerzbank ging es um 1,3 Prozent nach unten. Die Titel des Branchenprimus Deutsche Bank büßten 1,2 Prozent ein. In Paris fielen auch die Aktien von Crédit Agricole und Société Générale um je knapp drei Prozent.

Dagegen legten die RWE-Titel als zweitbester Dax-Wert um 2,6 Prozent zu, nachdem der Energiekonzern einen verschärften Sparkurs angekündigt hatte und mehrere Analysten sich positiv zu der Aktie äußerten. Eon-Titel verteuerten sich trotz eines negativen Kommentars von Analysten der HSBC um 0,03 Prozent.

Im M-Dax trieben Spekulationen auf einen Übernahmekampf die Aktien von Douglas um 4,5 Prozent und damit an die Index-Spitze. Gea-Titel stiegen nach überraschend guten Zahlen für 2011 um 1,3 Prozent. Analysten lobten auch den konservativen Ausblick des Maschinenbau-Konzerns, der den Markterwartungen Spielraum nach oben lasse.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,54 (Freitag: 1,52) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,22 Prozent auf 131,33 Punkte. Für den Bund-Future ging es derweil um 0,38 Prozent auf 138,85 Punkte hoch. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3042 (Freitag: 1,3160) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7668 (0,7599) Euro. Tsp

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