So war der Tag : Wachsende Unsicherheit

Die Unsicherheit der Anleger hat sich zum Wochenstart in einem eher trendlosen Handel widergespiegelt. Am Montag verlor der Dax bis zum Handelsschluss 0,4 Prozent auf 6387 Punkte. Damit knüpfte er an seinen Trend der Vorwoche an. Der M-Dax lag zuletzt ebenfalls mit 0,2 Prozent im Minus bei 10 423 Punkten. Der Tec-Dax fiel deutlicher um 0,5 Prozent auf 752 Punkte zurück.

Helaba-Analyst Christian Schmidt sprach von einer anhaltenden Verunsicherung an den Aktienmärkten. Insgesamt stünden in dieser Woche einige Termine an, die das Potenzial hätten, für einen unruhigen Markt zu sorgen. Ähnlich äußerte sich Jürgen Jänsch, Leiter Aktienhandel bei der Hellwig Wertpapierhandelsbank. „Der Markt bewegt sich zwischen Hoffen und Bangen.“ Nach den deutlichen Verlusten zum Schluss der vergangenen Woche konsolidiere der Markt die Verluste nun erst einmal. Die Anleger blickten wieder einmal auf die US-Notenbank. Für Mittwoch ist die Veröffentlichung des Protokolls zur jüngsten Fed-Sitzung vorgesehen. Einige Investoren hofften auf das Öffnen der Geldschleuse, um die lahmende Konjunktur anzuschieben.

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist derweil bereit, mit weiteren Maßnahmen die Euro-Krise einzudämmen. Voraussetzung dafür sei, dass alle Aktionen „in den Grenzen ihres Mandats“ lägen und diese die Notenbank-Bilanz nicht „unnötigerweise“ gefährdeten, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Montag vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments in Brüssel. Die EZB werde ihr Mandat erfüllen und die Finanzstabilität sichern.

Beim Blick auf die Kurstafeln fielen vor allem die Aktien der Metro negativ auf. Sie sackten zuletzt um 6,3 Prozent ab. Konzernchef Olaf Koch hatte in einem Interview gesagt, die Euro-Krise verderbe den Deutschen die Kauflust. „Wir rechnen beim Konsum in diesem Jahr bestenfalls noch mit einem kleinen Plus. Das hat deutliche Auswirkungen auf unser Geschäft.“ Ein Händler sagte, derzeit gingen die Analysten im Schnitt für das laufende Jahr von einem nahezu unveränderten Umsatz aus. Insgesamt bewertete er die Aussagen eher negativ.

Auf der Gewinnerseite standen ThyssenKrupp mit einem Plus von 2,2 Prozent ganz oben. Das US-Finanzmagazin „Barron’s“ rechnet damit, dass die Anteilsscheine deutlich zulegen werden, sobald der Stahlkonzern sein Restrukturierungsprogramm abgeschlossen hat und wieder Gewinne einfährt.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,08 (Freitag: 1,13) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,32 Prozent auf 134,608 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,15 Prozent auf 144,09 Punkte. Der Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2293 (Freitag: 1,2377) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8135 (0,8080) Euro. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben