So war der Tag : Wachstums-Kater

Konjunktursorgen haben deutsche Aktien zum Wochenstart ins Minus gedrückt. Nach freundlichem Start ging es schnell bergab. Das Wirtschaftswachstum in China hatte im ersten Quartal überraschend an Schwung verloren, was auch die asiatischen Börsen belastete. Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft ist das keine gute Nachricht. Entsprechend schichteten die Investoren in weniger zyklische Branchen um.

Der deutsche Leitindex Dax sank in Frankfurt am Main um 0,4 Prozent auf 7713 Punkte und knüpfte damit an den Kursrücksetzer vor dem Wochenende an. Der M-Dax verlor 1,1 Prozent auf 13 188 Punkte und der Tec-Dax fiel um 0,6 Prozent auf 924 Punkte zurück. Der Euro-Stoxx 50 präsentierte sich mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 2623 Punkten ebenfalls schwächer.

Die als defensiv geltenden Aktien der Versorger Eon und RWE waren mit zwischenzeitlichen Gewinnen von 0,66 beziehungsweise 0,68 Prozent die besten Werte im Dax. Dabei profitierten Eon-Titel zusätzlich von einem positiven Analystenkommentar. Den Tag beendeten beide Papiere jedoch mit einem leichten Minus. Mehr gefragt waren Bayer mit einem Plus von 1,6 Prozent und Merck mit 0,8 Prozent.

Die Papiere der Deutschen Telekom traten nach einer zunächst positiven Reaktion auf eine Übernahme in der Branche auf der Stelle. Laut Analyst Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel zeigt die Offerte des Satellitenfernseh-Anbieters Dish Networks für den US-Mobilfunk-Betreiber Sprint Nextel, „dass Interessenten in dem Sektor weiter bereit sind, mehr Geld für eine Übernahme zu bezahlen“. Zu den größten Verlierern gehörten die zyklischen, konjunktursensiblen Titel aus der Stahl- und Autobranche. Die Titel des Industrie- und Stahlkonzerns Thyssen-Krupp büßten knapp zwei Prozent ein. Auch Volkswagen, BMW und Daimler mussten Verluste hinnehmen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,04 Prozent am Freitag auf 1,05 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,21 Prozent auf 135,57 Punkte. Der Bund Future gewann 0,03 Prozent auf 145,93 Punkte. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3081 (Freitag: 1,3052) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7645 (0,7662) Euro.Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben