So war der Tag : Warten auf Bernanke

Die Nervosität vor Aussagen zur künftigen US-Geldpolitik hat den Dax am Mittwoch belastet. Der deutsche Leitindex pendelte zwischen Gewinnen und Verlusten und stand zum Handelsschluss 0,4 Prozent tiefer bei 8197 Punkten. Der M-Dax verlor 0,03 Prozent auf 14 120 Punkte und der Tec-Dax sank um 0,1 Prozent auf 958 Punkte.

Insgesamt hätten sich die Anleger zurückgehalten, um von den Aussagen der US-Notenbank Fed nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, sagte ein Börsianer. Für eine gewisse Verunsicherung sorgten zudem Bedenken um China. Die Zentralbank des Landes will die Geldhäuser offenbar auf Entzug setzen. Die Institute würden keine weitere Liquidität erhalten, um ihnen eine Lektion in Sachen verantwortungsvoller Kreditvergabe zu erteilen, zitiert die Finanz-Nachrichtenagentur Market News International einen chinesischen Zentralbanker.

Beim Pharmakonzern Merck KGaA sorgte ein positiver Analystenkommentar für Kursgewinne von 1,6 Prozent und die Spitzenposition im Leitindex. Die Lanxess-Aktien büßten als Schlusslicht im Leitindex 3,5 Prozent ein. Damit notierten sie so schwach wie seit knapp zwei Monaten nicht mehr. Börsianer verwiesen auf einen negativen Medienbericht. Demzufolge rechnet der Spezialchemiekonzern im zweiten Quartal wegen weiter schwieriger Geschäftsbedingungen mit einem bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) etwa in der Mitte der angepeilten Spanne von 174 bis 220 Millionen Euro. Die Aktien von Kabel Deutschland schafften angesichts des anhaltenden Übernahmekampfes ein neues Rekordhoch. Zum Börsenschluss notierten die Titel des Kabelnetzbetreibers im M-Dax indes 0,3 Prozent schwächer und damit nur knapp über den in Medienberichten genannten Offerten der beiden Interessenten Vodafone und Liberty Global. Nachdem Vodafone sein Angebot aufgestockt habe, böten nun beide Unternehmen 85 Euro je Aktie.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,25 Prozent am Vortag auf 1,26 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 133,89 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,03 Prozent auf 143,40 Punkte. Der Euro notierte bei 1,3403 US-Dollar. Zuvor hatte die EZB den Referenzkurs auf 1,3406 (Dienstag: 1,3374) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7459 (0,7477) Euro gekostet. Tsp

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