So war der Tag : Warten auf die Berichtssaison

Vor Beginn der Bilanzsaison in den USA haben sich die Anleger am europäischen Aktienmarkt am Montag zurückgehalten. Nur vorübergehend sorgte ein starkes Nachbeben in Japan für stärkere Aktienverkäufe. Bis zum Börsenschluss hatten sich die meisten großen europäischen Indizes von ihrem Tagestief aber wieder entfernt. Der Dax gab noch um 0,2 Prozent nach auf 7204 Punkte. Der M-Dax der mittelgroßen Werte verlor 0,8 Prozent auf 10 438 Punkte, und der Technologie-Werteindex Tec-Dax büßte 0,3 Prozent ein auf 930 Punkte.

Nach einem starken Nachbeben war in der Atomruine Fukushima die Kühlung zeitweise ausgefallen, konnte jedoch wieder in Gang gebracht werden. Anleger, die mit den ersten Meldungen auf fallende Kurse gesetzt hätten, glichen laut einem Börsianer angesichts fehlender Anschlussverkäufe ihre Positionen schnell wieder aus. Der Handel bleibe aber angesichts einer erneuten Tsunami-Warnung und der ausgeweiteten Evakuierungszone um Fukushima von Vorsicht geprägt.

Mit den Quartalszahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa begann am Montagabend nach US-Börsenschluss der Reigen der Quartalsberichte in den USA. „Sollte Alcoa positiv überraschen, könnte es morgen mit dem Dax weiter nach etwas oben gehen“, erklärte ein Händler. Allerdings sei die Luft für weitere Kursgewinne schon recht dünn, und die Zahlen müssten schon deutlich höher als erwartet ausfallen, erklärte ein anderer Händler.

Im Dax standen Autotitel nach Absatzzahlen aus China unter Druck. So sanken Daimler um 2,7 Prozent, gefolgt von VW-Vorzugsaktien mit minus 1,4 Prozent. BMW verloren 2,5 Prozent. Börsianer sagten, dass die Verkäufe in China zwar weiter zugelegt, aber an Dynamik verloren hätten. Die Deutsche Börse darf weiter auf einen Zusammenschluss mit der New York Stock Exchange hoffen, was die Aktien des Frankfurter Börsenbetreiber um 0,9 Prozent unter die Dax-Favoriten trieb. Zu den schwächsten Dax-Werten gehörten auch die Commerzbank-Titel, die 1,5 Prozent verloren. Händler erklärten, die angekündigte Kapitalerhöhung laste weiterhin auf den Titeln.

Am M-Dax-Ende rutschten Hochtief-Aktien nach einer Gewinnwarnung sowie der nun bestätigten Kapitalerhöhung bei der australischen Tochter Leighton um 9,5 Prozent ab. Um 12,9 Prozent nach oben ging es an der TecDax-Spitze für Roth & Rau nach einem Übernahmeangebot des Schweizer Konzerns Meyer Burger.

Am Rentenmarkt kletterte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,26 (Freitag: 3,23) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent auf 120,45 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,01 Prozent vor auf 120,05 Punkte. Der Referenzkurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,4434 (1,4401) Dollar. Der Dollar kostete 0,6928 (0,6944) Euro.Tsp

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