So war der Tag : Warten auf die US-Notenbank

Nach anfänglichen Orientierungsproblemen hat der Dax am Dienstag Gewinne verbucht. Der deutsche Leitindex gewann bis zum Abend 0,8 Prozent auf 6654 Punkte hinzu. Der M-Dax mittelgroßer Werte stieg um 0,5 Prozent auf 9397 Punkte. Der Technologiewerte-Index Tec-Dax stieg um 0,04 Prozent auf 821 Punkte.

Die Umsätze an den Börsen blieben überschaubar, denn das große Warten geht weiter: Weniger als 48 Stunden vor Bekanntgabe der Entscheidung der US-Notenbank (Fed) über den weiteren geldpolitischen Kurs in der weltgrößten Volkswirtschaft mochten sich viele Investoren nicht neu positionieren. „Gute Unternehmenszahlen haben dem Dax noch einmal einen guten Schub nach oben gegeben“, sagte ein Händler. „Allerdings bremst die Unsicherheit vor der Entscheidung der Fed. Deswegen schwanken die Kurse heute stark hin und her.“ Von der Fed erwarten viele Anleger eine Neuauflage des Rückkaufprogramms für Staatsanleihen, also ein Anwerfen der Notenpresse. Viele Börsianer rechnen mit einem Kaufvolumen von rund 500 Milliarden Dollar über sechs Monate. Die Fed wird ihre Entscheidung am Mittwochabend (MEZ) bekannt geben.

Von den vier Dax-Konzernen, die am Dienstagmorgen Zahlen vorgelegt hatten, profitierten lediglich die Vorzugsaktien von Fresenius. Für die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC), Metro und Linde ging es indes abwärts. Analysten nannten den Quartalsbericht von Fresenius „exzellent“. Der Gesundheitskonzern habe die Erwartungen übertroffen und abermals seinen Jahresausblick bei Umsatz und Nachsteuerergebnis angehoben. Die Zahlen der Tochter FMC bewerteten Händler ebenfalls grundsätzlich positiv. Die Fresenius-Aktien gewannen als Dax-Favorit 2,6 Prozent. FMC fielen um 0,8 Prozent.

Metro-Papiere pendelten den ganzen Tag zwischen Gewinnen und Verlusten und gaben zuletzt 1,5 Prozent ab. Der Handelskonzern habe im dritten Quartal besser als erwartet abgeschnitten, urteilten Händler und Analysten. Besonders positiv werteten sie die angehobene Ergebnisprognose. Linde-Titel sackten nach Zahlen um 0,8 Prozent ab. Linde konnte zwar die Erwartungen der Experten erfüllen, hieß es am Markt, eine Überraschung gelang allerdings nach der Vorlage eines ähnlich guten Quartalsberichtes des französischen Konkurrenten Air Liquide nicht mehr. Entsprechend sicherten die Anleger einen Teil ihrer üppigen Buchgewinne, sagten Börsianer.

Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,20 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,08 Prozent auf 126,94 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,25 Prozent auf 130,01 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4018 (1,3926) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7134 (0,7181) Euro. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben