So war der Tag : Warten auf Griechenland

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Anleger haben sich am Freitag wegen der Unsicherheit rund um das pleitebedrohte Griechenland weiter von Aktien getrennt. Der deutsche Leitindex Dax büßte bis zum Handelsschluss 2,3 Prozent auf 11 413 Zähler ein. Der M-Dax der mittelgroßen Werte verlor 1,8 Prozent auf 20 449 Punkte. Der Technologiewerte-Index Tec-Dax  gab um 1,6 Prozent auf 1692 Punkte nach. Der Euro-Zonen-Leitindex Euro-Stoxx 50 sank um 2,2 Prozent auf 3569 Zähler.

„Das Rätselraten um den Stand in den griechischen Schuldengesprächen und das PingPong zwischen griechischer Regierung und Geldgebern geht weiter und belastet auch heute“, sagte Analyst Andreas Paciorek von CMC Markets. Gestiegene Erwartungen an eine doch früher einsetzende Zinswende in den USA kämen da noch hinzu.

Die aktuellen Daten zum Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft im ersten Quartal wurden daher besonders beachtet: Nach Regierungszahlen ging das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 0,7 Prozent zurück. Bankvolkswirte hatten mit einem etwas stärkeren Minus gerechnet. Neben diesen Schätzungen stehen in Kürze noch der Einkaufsmanagerindex aus der Region Chicago und das von der Uni Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen auf der Agenda.

Unter den Einzelwerten im Leitindex waren die Aktien von Fresenius  nach positiven Analystenstudien Spitzenreiter. Die Papiere verloren allerdings ebenfalls leicht um 0,1 Prozent.

Zu den schwächsten Dax-Werten hingegen zählten die Energieversorgeraktien RWE  und Eon, die drei beziehungsweise 2,4 Prozent verloren. Im M-Dax gaben die Anteilsscheine von Airbus um vier Prozent nach. Nach dem Absturz des Militärtransporters A400M in Spanien sieht Strategiechef Marwan Lahoud „ein ernsthaftes Qualitätsproblem in der Endmontage“.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,44 Prozent am Vortag auf 0,41 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,47 Prozent auf 139,56 Punkte. Der Bund Future gewann 0,24 Prozent auf 155,43 Punkte. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,097(Donnerstag: 1,0896) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9116 (0,9178) Euro. Tsp

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