So war der Tag : Warten auf Washington

Der US-Haushaltsstreit hat am Dienstag auch den deutschen Aktienmarkt gelähmt. Allgemein wird aber von einer Einigung auf die Anhebung der Schuldenobergrenze rechtzeitig vor dem 17. Oktober ausgegangen, wie aus dem Handel zu hören ist. Der Dax schloss 0,4 Prozent tiefer bei 8555 Punkten. Der M-Dax zeigte sich mit plus 0,1 Prozent auf 15 089 Punkte ebenfalls kaum verändert. Der Tec-Dax gab um 0,9 Prozent auf 1079 Punkte nach. Der Euro-Stoxx50 büßte 0,7 Prozent auf 2903 Punkte ein.

Da die US-Verwaltung seit mehr als einer Woche beinahe stillsteht, werden auch wichtige Wirtschaftsdaten nicht veröffentlicht, wie etwa der Arbeitsmarktbericht für September. „Den Märkten fehlt so auf unbestimmte Zeit eine wichtige Orientierungshilfe für die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage“, sagte Händlerin Sarah Brylewski von Gekko Markets. Umso stärker dürfte ihres Erachtens daher die US-Berichtssaison beachtet werden, die an diesem Abend mit dem Aluminiumkonzern Alcoa startet.

Die spannendste Kursentwicklung des Tages dürfte wohl die Aktie des M-Dax-Unternehmens Celesio vollzogen haben. Sie sprang aufgrund von Übernahmespekulationen um etwas mehr als 20 Prozent hoch. Im Dax zogen dagegen vor allem die Aktien der Commerzbank Aufmerksamkeit auf sich. Sie büßten als Schlusslicht 1,6 Prozent ein. Das Finanzinstitut rechnet 2013 im wichtigen Firmenkundengeschäft vor allem wegen der höheren Risikovorsorge mit einem schwachen Ergebnis. Die RWE-Papiere knüpften an ihre kräftigen Gewinne vom Vortag an und stiegen um weitere 1,5 Prozent. Auch die Eon-Aktien setzten ihre Aufwärtsbewegung fort und gewannen ein weiteres Prozent hinzu. In Paris stiegen Alcatel-Lucent auf ein Zwei-Jahres-Hoch. Im Kampf gegen hohe Verluste will der Telekom-Ausrüster 10 000 Stellen streichen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,48 Prozent am Montag auf 1,49 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 133,38 Punkte. Der Bund Future verlor 0,05 Prozent auf 140,16 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3576 (Montag: 1,3572) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7366 (0,7368) Euro. Tsp

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