So war der Tag : Weiter bergauf

Der deutsche Aktienmarkt hat seine Rallye am Donnerstag mit gedrosseltem Tempo fortgesetzt. Der Entscheidung der Europäischen Zentralbank, den Leitzins unverändert zu belassen, sowie positive US-Konjunkturdaten verliehen dem deutschen Leitindex am Nachmittag allerdings keinen weiteren Auftrieb. Nach einem kurzen Dreh ins Minus schloss der Dax 0,3 Prozent höher bei 7940 Punkten. Am Vortag hatte er im Verlauf den höchsten Stand seit Januar 2008 bei 7977 Punkten erreicht.Der M-Dax gewann 0,3 Prozent auf 13 363 Punkte und der Tec-Dax stieg um 0,2 Prozent auf 922 Punkte.

An den wichtigsten europäischen Börsen ging es ebenfalls nach oben. Auch in Übersee bleibt die Stimmung gut: In Tokio gelang dem Nikkei-225-Index im Verlauf erstmals seit September 2008 wieder der Sprung über die Marke von 12 000 Punkten, wenngleich er leicht darunter schloss. Auch die Anleger in den USA sind weiter in Rekordlaune: Der Dow Jones Industrial markierte den dritten Tag in Folge einen neuen Höchststand.

Auf Unternehmensseite standen erneut Zahlen im Fokus. Die Anteilsscheine von Linde verloren nach Zahlen hingegen 1,1 Prozent, nachdem sie am Vortag ein neues Rekordhoch erreicht hatten. Das organische Wachstum im Gase-Geschäft habe sich zwar verbessert, reiche aber noch nicht an den Sektorbestwert heran, sagte ein Analyst. Dax-Schlusslicht waren Lanxess-Aktien. Die Titel drehten gegen Mittag deutlich ins Minus und schlossen 4,6 Prozent tiefer. Der Chemiekonzern hatte einen überraschend schwachen Geschäftsausblick gegeben.

Im M-Dax sackten die Titel von Klöckner & Co als schwächster Index-Wert nach negativen Analystenkommentaren um 4,7 Prozent ab.

Der Euro-Stoxx 50 schloss 0,4 Prozent höher bei 2691 Punkten.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,17 Prozent am Vortag auf 1,16 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent auf 134,64 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,22 Prozent auf 142,83 Punkte. Der Kurs des Euro stieg auf zuletzt 1,3095 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3010 (Vortag: 1,3035) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7686 (0,7672) Euro. Tsp

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