So war der Tag : Wenig Bewegung

Dank positiver Impulse aus den USA hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag im Plus geschlossen. Der Leitindex ging 0,2 Prozent höher bei 6275 Punkten aus dem Handel und knüpfte damit an seine Vortagsgewinne an. Der M-Dax stieg um 0,2 Prozent auf 8761 Punkte. Der Tec-Dax rückte um 0,6 Prozent auf 780 Punkte vor.

In den USA sind die Umsätze der Einzelhändler im August stärker als erwartet gestiegen. „Die Wirtschaftsdaten sind weiter gut und auch der ZEW-Index ist auf den zweiten Blick nicht so schlecht wie zunächst gedacht“, sagte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank. SAP-Aktien kletterten mit plus 1,7 Prozent an die Dax-Spitze. Händler verwiesen auf eine positive Studie zum Technologiesektor durch Morgan Stanley. Die Bewertung der Tech-Werte und auch der Banken erscheine den Analysten attraktiv. Titel der Deutschen Bank erholten sich um 1,5 Prozent.

Versorgerwerte zählten nach skeptischen Analystenkommentaren zu den größten Verlierern. Eon-Aktien rutschten mit minus 3,4 Prozent ans Dax-Ende, nachdem die Société Générale den Sektor wegen neuer Steuern und des Drucks von Anbietern erneuerbarer Energien negativ besprochen hatte. RWE-Aktien verloren nach der Abstufung durch die Société Générale 1,8 Prozent.

Auch die Aktien der Konsumgüterhersteller Henkel und Beiersdorf büßten ein beziehungsweise 0,9 Prozent ein. Händler begründeten die Schwäche mit enttäuschten Markterwartungen durch den Wettbewerber H. B. Fuller. Der US-Konzern blieb mit den Ergebnissen des dritten Geschäftsquartals hinter den Prognosen zurück und senkte seine Ziele. Gut entwickelten sich hingegen die Papiere von BMW (plus 1,5 Prozent) und Bayer (plus 1,3 Prozent)

Im M-Dax kletterten die Papiere von Continental um 3,1 Prozent. Analyst Thomas Besson von Merrill Lynch rechnet mit einem stärkeren dritten Quartal für die Automobilzulieferbranche, wobei die Gewinndynamik hoch bleiben dürfte.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 schloss mit einem minimalen Aufschlag von 0,05 Prozent bei 2806 Punkten. Auch in Paris und in London legten die Leitindizes zu. In New York lag der Leitindex Dow Jones Composite zum europäischen Handelsschluss im Plus.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,04 (Vortag: 2,11) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,54 Prozent auf 130,62 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,45 Prozent vor auf 130,51 Punkte. Der Kurs des Euro stieg deutlich. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2995 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag noch auf 1,2850 (1,2801) Dollar festgesetzt. Der Dollar notierte damit bei 0,7782 (0,7812) Euro. Tsp

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