So war der Tag : Zurück auf Los

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag die Sorgen um Italiens politische Zukunft weiter abgeschüttelt.

Aussagen der Zentralbank-Chefs in den USA und Europa, dass an der lockeren Geldpolitik festgehalten werde, stützten die positive Stimmung. Hinzu kamen positive Konjunkturdaten. Der Dax überwand mit Leichtigkeit wieder die Marke von 7700 Punkten und ging mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 7742 Punkten aus dem Handel. Am Dienstag hatten Sorgen über ein Wiederaufflammen der Euroschuldenkrise nach dem Wahlpatt in Italien den deutschen Leitindex deutlich unter 7600 Punkte gedrückt. Der M-Dax beendete den Donnerstag mit plus 1,2 Prozent bei 13 301 Punkten. Der Tec-Dax legte um 1,1 Prozent auf 918 Punkte zu.

Börsenbewegungen, die im Wesentlichen auf politische Ereignisse zurückgingen, seien oftmals nur von kurzer Dauer, sagte Marktexperte Ralf Umlauf von der Helaba. Selbst Gerüchte über eine drohende Bonitätsabstufung der Niederlande konnten dem Leitindex nichts anhaben. Im Fokus standen zahlreiche Unternehmen mit ihren Geschäftsberichten. Die Aktien der Deutschen Telekom gingen mit minus 0,02 Prozent nahezu unverändert aus dem Handelstag. Der Konzern gab im vergangenen Jahr in seinen beiden wichtigsten Märkten Deutschland und USA viel Geld aus, um Kunden zu gewinnen und zu halten. Die hohen Ausgaben belasteten den operativen Gewinn. Die Erwartungen am Markt wurden enttäuscht. Im M-Dax brachen die Hochtief-Aktien um 7,2 Prozent ein, weil der Baukonzern mit seinem Ausblick auf das laufende Jahr und der Dividende enttäuschte.

In ganz Europa legten die Börsen weiter zu: Der Euro-Stoxx 50 gewann 0,8 Prozent auf 2634 Punkte und auch in London und Paris waren die Vorzeichen positiv.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere leicht von 1,16 Prozent am Vortag auf 1,17 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 134,63 Punkte, während der Bund-Future um 0,10 Prozent auf 145,00 Punkte zulegte. Der Kurs des Euro gab wieder nach und sank auf 1,3080 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3129 (Mittwoch: 1,3097) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7617 (0,7635) Euro. Tsp

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