So war der Tag : Zurück ins Minus

Der Dax hat seine Aufholjgad am Mittwoch wieder beendet. Schuld ist die anhaltende Verunsicherung über die Euro-Schuldenkrise. Der deutsche Leitindex beendete den schwankungsfreudigen Handelstag 0,9 Prozent tiefer bei 5578 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte verabschiedete sich mit Verlusten von 0,9 Prozent bei 8548 Punkten, der Technologiewerte-Index Tec-Dax schloss 0,5 Prozent schwächer bei 686 Punkten.

In der Euro-Schuldenkrise steht in den nächsten Wochen ein Termin-Marathon an. Auftakt ist die Bundestagsabstimmung über die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms EFSF an diesem Donnerstag. Nach der EFSF-Abstimmungsprozedur folgen die Entscheidungen über das zweite Griechenland-Paket sowie über den künftigen, dauerhaften Rettungsschirm ESM.

Falls bei der Abstimmung über den erweiterten Rettungsschirm im Bundestag eine Kanzlermehrheit verfehlt werden sollte, würde davon eine verschärfte politischen Krise in der Eurozone ausgehen, warnte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank. Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital sprach von einer verzögerten Marktreaktion auf Aussagen von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der sich mehr auf eine Finanztransaktionssteuer fokussiere als auf eine Lösung der europäischen Finanzkrise. Dazu verunsicherten Meldungen, denen zufolge die Banken einen höheren Beitrag für das griechische Rettungspaket schultern müssten.

Stark bewegt blieben die Bankwerte, die wieder deutliche Kurseinbußen erlitten. Die Aktien der Deutschen Bank schlossen nach zeitweiligen Gewinnen 3,8 Prozent tiefer. Commerzbank-Titel verloren 3,4 Prozent auf 1,917 Euro. Die Papiere von SAP besetzten indes mit plus 1,3 Prozent den zweiten Platz im Dax. Börsianer begründeten den Anstieg mit starken Zahlen des IT- und Managementberaters Accenture. Die optimistischen Aussagen zum Geschäft in Europa strahlten positiv auf den Softwarekonzerns aus.

Im Tec-Dax sprangen die Aktien von Dialog Semiconductor nach einer Erhöhung der Prognose um 7,7 Prozent hoch. Der Halbleiterhersteller hatte dank einer unerwartet hohen Nachfrage eine Umsatzsteigerung für das dritte Quartal verzeichnet und rechnet nun mit einem Rekordumsatz. Händler werteten die Aussagen sehr positiv, zumal im derzeit schwierigen Marktumfeld eher mit Zielsenkungen gerechnet werde.

Am deutschen Rentenmarkt sprang die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,74 (Dienstag: 1,66) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,17 Prozent auf 129,59 Punkte. Der Bund Future sank um 0,46 Prozent auf 135,25 Punkte. Der Euro stieg auf 1,3627 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,3631 (1,3579) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7336 (0,7364) Euro. Tsp

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