So war der Tag : Zurückhaltung auf dem Parkett

Fehlende Impulse und schwache US- Konjunkturdaten haben am Mittwoch für moderate Verluste am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax, der seit Monatsbeginn um knapp sechs Prozent zugelegt hat, verzeichnete ein Minus von 0,2 Prozent auf 6261 Punkte. Für den M-Dax der Nebenwerte ging es um 0,3 Prozent auf 8732 Punkte nach unten und der Tec-Dax sank um 0,6 Prozent auf 774 Punkte.

Chefhändler Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser machte auch die Zurückhaltung der Anleger vor dem großen Verfallstermin am Freitag für die verhaltene Marktentwicklung verantwortlich. „Gerade nach der zuletzt positiven Entwicklung will niemand auf einem zu hohen Niveau einsteigen“, sagte er. Vor dem Wochenende laufen Terminkontrakte unter anderem auf Aktien und Aktienindizes aus.

An der Dax-Spitze gewannen Infineon-Aktien 3,5 Prozent auf 4,45 Euro. Die Investmentbank Exane billigt dem Papier des Chipunternehmens mit dem Ziel 6,80 Euro ein großes Kurspotenzial zu. Die Analysten bekräftigten zudem ihre Kaufempfehlung. Titel der Deutschen Börse verteuerten sich als zweitbester Wert um 1,7 Prozent. Ein Händler führte dies auf die Pläne der Europäischen Union zurück, den außerbörslichen Derivatehandel künftig stärker zu kontrollieren. Am Dax-Ende standen dagegen die Aktien der Deutschen Bank mit minus 1,5 Prozent. Händlern zufolge drückt die umfangreiche Kapitalerhöhung weiter auf die Stimmung.

Im M-Dax zählten Lanxess-Aktien nach dem Ausblick des Spezialchemiekonzerns mit plus 1,5 Prozent zu den Favoriten. Nach dem Ende des Umbaus und der Bewältigung der Krise setzt Lanxess voll auf Wachstum und will das operative Ergebnis bis 2015 um rund 80 Prozent steigern. Eine höhere Prognose für das Jahr 2010 trieb im Tec-Dax die Aktien von SMA Solar nur kurzzeitig nach oben. Bis zum Handelsschluss rutschten die Aktien mit minus 5,1 Prozent ans Tec-Dax-Ende, da der neu gegebene Ausblick für 2011 laut Händlern hinter den Markterwartungen zurückgeblieben war.

Die Papiere des designierten M-Dax-Aufsteigers Axel Springer zählten mit minus 4,4 Prozent ebenfalls zu den Verlierern. Wie Springer-Finanzchef Lothar Lanz der „Börsen-Zeitung“ sagte, hält der Medienkonzern an seinen Platzierungsplänen fest. „Diese sind zwar bekannt, belasten den Kurs allerdings nochmals“, sagte ein Börsianer. Mit der Platzierung steige der Streubesitz auf mehr als 40 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,07 (Vortag: 2,04) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 128,01 Punkte. Der Bund Future verlor 0,28 Prozent auf 130,14 Punkte. Der Kurs des Euro stieg geringfügig auf 1,3007 US-Dollar. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,2989 (1,2850) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7699 (0,7782) Euro.Tsp

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