Wirtschaft : Sockelarbeitslosigkeit

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Als Sockelarbeitslosigkeit wird die Arbeitslosenquote oder die Zahl der Arbeitslosen bezeichnet, die auch in einer konjunkturellen Hochphase nicht verschwindet. Selbst bei Vollbeschäftigung besteht eine Sockelarbeitslosigkeit. Im Lauf der Zeit ist die Sockelarbeitslosigkeit in Deutschland angestiegen: Zwischen 1960 und 1970 betrug sie 0,2 Millionen, zwischen 1970 und 1980 0,9 Millionen, zwischen 1982 und 1992 bereits 1,7 Millionen, in den Jahren danach lag sie bei 2,3 Millionen. Die Schätzungen über die aktuelle Höhe der Sockelarbeitslosigkeit weichen stark voneinander ab. So werden Zahlen zwischen 1,5 und 3,9 Millionen genannt. Ein Grund für die hohe Sockelarbeitslosigkeit ist, dass strukturelle Probleme auf dem Arbeitsmarkt nicht ausreichend bekämpft werden. So könnte der Ausbau des Niedriglohnsektors zu einer Bekämpfung der Sockelarbeitslosigkeit führen. höl

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